Auszeichnung für vorbildlichen Einsatz gegen Diskriminierung

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Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Cornelsen Verlag würdigten am 19. Mai 2020 im Rahmen des Wettbewerbs „fair@school – Schulen gegen Diskriminierung“ bereits zum vierten Mal vorbildhafte Projekte, die sich gegen Diskriminierung und für Chancengerechtigkeit im Schulalltag einsetzen.

Insgesamt 70 engagierte Schulen reichten Projekte ein. Eine Fachjury wählte nach einer Sichtung des Zentrums für Bildungsintegration (ZBI) der Stiftung Universität Hildesheim die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Anders als in den Vorjahren musste die festliche Verleihung der Preise in Berlin aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen.  „Auch wenn der Schulalltag im Moment weit weg von Normalität ist: Der Einsatz für ein Miteinander mit Respekt und Empathie ist und bleibt wichtig“, sagte Bernhard Franke, der kommissarische Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. „Die eingereichten Projekte zeigen: Fair sein zahlt sich für alle aus. Gemeinsam ist es zu schaffen, dass Schulen wirklich Lernorte sind, die gleiche Chancen für alle bieten und ein Ort sind, der junge Menschen für die Zukunft stark machen kann.“

Frank Thalhofer, Geschäftsführer im Cornelsen Verlag, sagte: „Das Engagement der Lehrkräfte und Schulklassen ist beeindruckend und verdient besondere Anerkennung. Der Wettbewerb honoriert weltoffene Schulen und zeigt, dass schon einzelne Unterrichtsstunden, Arbeitsgruppen oder die Sonderausgabe einer Schülerzeitung Sichtweisen ändern und ein gemeinschaftliches Miteinander befördern können.“

Den ersten Preis in Höhe von 3.000 Euro erhielt das Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium in Viersen. Das Projekt „Vier gewinnt“ bündelt verschiedene Arbeitsgruppen der Schule zu Peer Mediation, Mobbing-Intervention, Konfliktberatung, gegen Rassismus, Diskriminierung, Homo- und Transphobie und stärkt Zivilcourage. Ziel ist es, aus der Schule einen offenen, toleranten und angstfreien Ort zu machen.

Der zweite Preis in Höhe von 2.000 Euro ging an die HG Queer des Hainberg-Gymnasiums in Göttingen. Das Schüler*innen-Gremium macht sich dort für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt stark. Die Gruppe versteht sich als politisches Gremium und als Interessenvertretung, die Antidiskriminierungs- und Bildungsarbeit leistet, unter anderem mit Projekten, Fotoaktionen und einem Leitfaden für Lehrkräfte.

Die „Mobbingprävention – von Schülern für Schüler“ des Gymnasiums Gernsheim erhielt den dritten Preis und damit ein Preisgeld von 1.000 Euro. Das Projekt wird von Schüler*innen der Oberstufe getragen, die einmal im Jahr selbst erarbeitete Mobbing-Präventionstage für die Klassen 5 bis 9 anbieten. Das Projekt soll, gemeinsam mit einem jährlich veranstalteten Vielfaltsfest, das Wir-Gefühl stärken und Botschafter*innen gegen Gewalt und Übergriffe ausbilden.

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