Fortsetzung: Dauerthema, die Dritte…

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Die Mitwirkung, Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten, Frauenbeauftragten, Frauenvertreterin,…* wann, wo, wie, in welchen Angelegenheiten - eine wiederkehrende Frage. Heute: Definitionen oder was bedeutet was, wie auszulegen …

Liebe Leserin, lieber Leser, alle die meinen Blog verfolgen/mitlesen!

So, weiter gehts. Da gibt es Begrifflichkeiten in den bundesweiten Gleichstellungsregelungen, die immer wieder erläutert werden müssen. Gern schaue ich da in die Erläuterungen der BT-Drucksache oder LT-Drucksachen. 

Die Begrifflichkeit, die bei mir an der ersten Stelle steht und nach der ich nach Novellierungen umgehend schaue, ist das Wort „insbesondere“. Findet es sich, wo findet es sich! Es ist quasi mein Lieblingswort geworden in den vielen Jahren, in denen ich im Thema arbeite. In fast allen Gleichstellungsregelungen, ob Gesetz, Ausführungsvereinbarung, Betriebsvereinbarung Gleichstellung,  findet es sich. Meine Anregung an die Teilnehmenden meiner Seminare: „Markieren sie dieses Wort überall, wo sie es finden - in Ihrer Lieblingsfarbe.“ Was bedeutet es nun? Alles was nach „insbesondere“ beschrieben ist oder aufgezählt wird, ist z.B. benachteiligungsanfällig. Es löst die grundsätzliche Beteiligung einer Gleichstellungsbeauftragten* aus. Sie hat einen Anspruch, ein Recht. Bei „insbesondere“ heißt es für das Haus, die grundsätzliche Mitwirkung und Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten* zu veranlassen.

In der Rechtsprechung stellt die Nichtbeachtung sonst das Vorliegen eines absoluten Verfahrensfehlers vor.

Ein weiterer Begriff, den ich suche, ist: „alle“. So z.B., wenn es heißt, Mitwirkung in allen personellen Angelegenheiten. Dann ist in allen personellen Angelegenheiten und sich anschließenden Maßnahmen die Gleichstellungsbeauftragte* grundsätzlich von Beginn an einzubinden. Das „alle“ kann dann auch bei der Information, Begleitung, Teilnahme zu BEM-Verfahren möglicherweise genutzt werden.

Und dann interessiert mich (und dazu werde ich regelmäßig befragt) der zeitliche Faktor. Da finden wir dann frühzeitig, rechtzeitig, umgehend, frühestmöglich. Machen wir uns noch mal die Mühe und schauen in die BT-Drucksache oder die LT-Drucksachen, denn dort finden sich Erläuterungen zum Wann. Ich fasse mal zusammen, was ich bei meiner Recherche gelesen habe. Die Gleichstellungsbeauftragte* soll danach so eingebunden sein, dass sie die Prozesse mit ihrem Gleichstellungsblick über einen gewissen Zeitraum begleitet. Ein konkretes Datum wird nicht genannt, da die Angelegenheiten, die es zu begleiten gibt, sehr different sind. Hierzu siehe auch meine Anmerkungen in der ersten Fortsetzung zum Thema Stellenbesetzung. So grundsätzlich könnte man sagen, sobald eine fachliche verantwortliche Person beginnt sich mit dem Vorgang zu beschäftigen, könnte es Sinn machen, die Gleichstellungsbeauftragte* einzubinden. Ein Austausch mit ihr kann hilfreich sein, einen konkreteren Zeitpunkt zu finden.

Damit will ich es für heute bewenden lassen.

Übrigens, es gab in den letzten Wochen reichlich Kontaktaufnahme mit mir, um zu diesem Themenblock von den persönlichen Erfahrungen im eigenen Haus zu berichten.

Ich möchte es nicht bewerten, aber zum Lachen oder ein bisschen Schmunzeln gab es eher  wenig.

Aus aller Welt

Der Deutsche Gewerkschaftsbund wird zum ersten Mal in der Geschichte von einer Frau angeführt. Mit großer Mehrheit ist Yasmin Fahimi an die Spitze dieser großen Gewerkschaft gewählt worden. Zuletzt hatte Reiner Hoffmann die Fäden in der Hand gehalten.

Ihre Rede beinhaltete Punkte/Statements, wo Frau sicher genau hingehört hat und deren Umsetzung in Zukunft aufmerksam beobachten wird.


Mit feministischen Grüßen

Ute Wellner

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