Hosenanzug versus Anzug

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- Tipps für das Homeoffice -

Liebe Leserin, lieber Leser!

Sicher hat jede von uns (und die anderen auch) schon mal überlegt: „Was ziehe ich heute an?“. Da gibt es die „Üblichkeit“ oder einen „Anlass“. Die Geschäfte sind zwar immer noch geschlossen und es macht nicht so viel Freude, sich die Auslagen in den Geschäften in dieser Zeit anzuschauen, aber doch steht die Bekleidungsfrage im Raum. Für die Arbeit im Homeoffice werden Sie gecoacht, es gibt Tipps zur Strukturierung ihres Alltags und darüber hinaus.

Ein Tipp lautet: Überlegen Sie, was Sie anziehen würden, würden Sie sich nachher auf den Weg zu ihrer Arbeitsstätte begeben und dort den Kolleginnen und Kollegen, Kundinnen und Kunden etc… begegnen. Genau dieses Teil sollten Sie auch für die Arbeit von zuhause aus aus dem Schrank nehmen. Das soll helfen, sich zu strukturieren und zu motivieren.

Ein anderer Tipp: Bitte an die Oberteile denken. Was im Bildschirm nicht sichtbar wird, kann etwas legerer ausfallen. Es folgt ein weiterer Tipp der Fachfrau: „Achtet auf Farbe und das Muster!“ Die Pixel…! Schwarze Pullover sind auch nicht gut. Frage: Ist Schwarz eine Farbe? Egal. Und dann bitte für die nächste Videokonferenz nochmal abpudern nicht vergessen.

Dann gibt es noch den Tipp zur Haltung: Ein Bleistift – waagerecht – zwischen beiden Händen balancieren und auf die Handbreit zwischen oberer Bildschirmkante und Kopf denken – dann sollte es klappen. Probieren sie es aus.

Bei diesen Tipps und dem Blick in den Spiegel nehme ich mein neues Kostüm aus dem Schrank und ziehe es an – nur mal so. Und dabei muss ich an eine kurze Szene in einer gerade gesehenen Freitag-Abend-Serie denken, die in einem Modehaus spielte. Die Assistentin einer sehr mondänen, erfolgreichen und umtriebigen, den Mord liebenden Privatdetektivin erscheint im Vorführraum und zeigt sich in dem ausgewählten Ensemble. Ich hätte gesagt, in einem Kostüm. Maßgeschneidert, sehr schick. In der Serie (spielt in den 20er Jahren) wird von allen Anwesenden ihre Erscheinung in dem neuen Anzug bewundert und kommentiert. Eine Weile habe ich dann weiter über Bekleidung, genauer den Anzug, nachgesonnen und lasse Sie daran mal teilhaben. Der Anzug ist ein lt. Duden aus Hose und Jacke (und Weste) bestehendes Kleidungsstück (für Männer). Ein maskulines Kleidungsstück, lese ich weiter. Tja, da gibt es doch auch das Beinkleid mit Jacke für das weibliche Geschlecht. oder? Doch dann heißt es mit einem Mal: Hosenanzug! Warum? Vielleicht weil frau das Jackett wahlweise mit Hose oder Rock tragen kann.

Meine Recherche ergibt wenig: zweiteilige Bekleidung für Frauen bestehend aus einer langen Hose und einem Jackett, die farblich abgestimmt sind, und meist zu formellen, aber nicht festlichen Anlässen getragen werden, beispielsweise im Büro, Parlament. Im Parlament erschien eine Frau am 15.4.1970 in einem Hosenanzug – sie wurde gerügt. Das war einmal. Kamala Harris, nun Vizepräsidentin der USA, trug vor kurzem auch einen Hosenanzug, einen weißen Hosenanzug, der anschließend durch die Presse ging. Die Kanzlerin ist berühmt für ihre zweifarbigen Kombis. Mir gefallen die Farben ihrer Jacken sehr, und nicht nur, weil sie eine Grüne Geschichte geschrieben hat.

Hosenanzug – Anzug, ist das nicht gleich oder gleichwertig, wie bei den Arbeiten von Frauen und Männern auch! Ich muss darüber nochmal nachdenken. Unterstützen Sie mich gern dabei.

Vielleicht ist es trotz der vielen Tipps im Homeoffice einfacher mit unserer Bekleidung, aber die Zeiten, in denen wir uns wieder ganz den Mitmenschen zeigen, sind hoffentlich bald wieder bei uns. Und dann kann ich auch mein neues Kostüm zeigen, das ich für den anstehenden Bürotag dann doch nicht ausgewählt habe.

Aktuelles aus aller Welt

Eine Sanktion, die gern gezahlt worden ist! Die Bürgermeisterin von Paris Anne Hildalgo musste 90.000 Euro Strafe zahlen; und sie hat es (im Beisein von anderen Politikerinnen persönlich übergeben) gern getan. Wofür? Die Quote von 40 Prozent in Leitungspositionen ist nicht ausgeglichen – es gibt zu viele Frauen. Diese Best Practice könnten wir gern übernehmen, meine ich.

Kurz vor Abgabe des Textes ist die Nachricht reingekommen, dass Ngozi Okonjo-Iweala zur neuen Chefin der WTO (Welthandelsorganisation) gewählt worden ist. Sie kommt aus Nigeria und ist die 1. Frau in dem Amt der Generaldirektorin (die 1. Frau, aber nicht die letzte Frau, sprich Kamala Harris).

Während ich dies geschrieben habe, bin ich eingeschneit. Es sieht fantastisch aus.

Mit Grüßen aus dem Schnee,

Ute Wellner

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