Neue Gleichstellungsteams

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Neue Gleichstellungsteams. „Alte“ Gleichstellungsbeauftragte im Gespräch und der Evaluierung der vergangenen Monate.

Liebe Leserin, lieber Leser, alle die meinen Blog verfolgen / mitlesen!

es ist schon ziemlich herbstlich geworden: feucht, kühl, bunt gefärbte Bäume und Hecken, ziehende Kraniche und Kinder, die von Infektionen, die sie bisher nicht erwischt hatten, nun um sich herum verteilen. Das Wort Lockdown haben wir verdrängt und hoffen es nicht wieder zu hören und schlimmer zu erleben.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, die Stellvertreterinnen wie die Vertrauensfrauen treffe ich wieder von Angesicht zu Angesicht

mit einem Wiedersehen und

vielen neuen Kennenlernen

mit Grüßen oder Rückblick auf die Kolleginnen der letzten Jahre. Ich treffe sehr motivierte, neu gewählte, neu bestellte Frauen, die erzählen von ihren persönlichen Gründen, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen. Sie berichten aber auch von geführten Gesprächen mit ihnen, mit der bisherigen Kollegin oder Führungskräften. Nichts Neues, eigentlich. Eine Einarbeitung in die Funktion hatte tatsächlich nur eine neue Gleichstellungsbeauftragte. Einige bauten auf das Wissen der wiedergewählten Stellvertreterin.

Die neuen Stellvertreterinnen beschreiben quasi durchgehend ihr Tätigwerden als die klassische Abwesenheitsvertretung – zumindest bisher.

Ähnliches war natürlich auch vor Lockdown, Homeoffice etc.  eher die Regel als die Ausnahme. Und trotzdem, man begegnete sich i. d. R. direkt und automatisch: nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses bei der Bestellung, möglicherweise einem ersten Treffen bei der Klärung der stattfindenden Termine, die eine Anwesenheit der Gleichstellung erfordern und vielleicht auch auf dem Flur, der Kantine oder dem Parkplatz. Auch diesmal waren viele dieser Treffen möglich, aber sie erforderten ein anderes – bewussteres – Verfahren. In eingeübten wiedergewählten Teams hat es durchaus häufiger zu einer verbesserten Kommunikation miteinander geführt. Neu etwas in die gewünschte Beziehung /Bewegung zu bringen war wohl eher mit dem Wort holperig zu umschreiben.

Da gibt es für die Zukunft viel zu gestalten.

Was berichten die Frauen, die schon seit einiger Zeit diese Funktion innehaben? Ein Gemischtwarenladen! Ich würde mal sagen, dass gut 90% mir erst einmal von fehlender bis mangelnder Beteiligung berichten. Meistenteils sehr erstaunt, dass ihre Mitwirkung (die vorher stattgefunden hat) nun nicht automatisch weiterhin berücksichtigt wurde. Auch von den großen kommunalen Gleichstellungsbüros wurde dies (mit Verwunderung aufgrund der vielen Jahre Gb-Arbeit) angemerkt. Neben der Verwunderung war aber auch der deutliche Ärger zu hören. Wann endlich gibt es auch eine Üblichkeit im Gleichstellungsrecht, ob im Bund oder im Land, der Kommune etc. - ganz egal? Beim Personal- oder Betriebsrat gibt es diese und das Gremium fängt nicht nach jeder Wahl quasi weit unten auf der Skala an.

Aber die Gleichstellungsbeauftragten berichten auch viel Positives. Immer wieder wird genannt die Beteiligung in Personalauswahlverfahren. Die Teilnahme an Vorstellungsgesprächen online: strukturierter, kürzer, terminlich besser koordiniert. Aber dann fehlte doch der Blick auf Alle im Raum. Es fehlten die kurzen Zwischengespräche oder nur Zwischentöne zwischendurch und am Rande des Termins. Im positiven wie im negativen Sinne ja manchmal entscheidend für den Ausgang des Verfahrens, welche es nun abschließend wird.

Der Großversuch Telearbeit, umschrieben mit dem Begriff Homeoffice ist von kaum einer Gleichstellungsbeauftragten bundesweit i.S. der gesetzlichen Gleichstellungsvorgaben begleitet worden. Rechtfertigungsgrund der Häuser: die gesetzlichen Vorgaben des Bundes. Nun ja, trotzdem hätte da doch so einiges über den Tisch der Gb gehen müssen. In vielen Häusern wird nun nach Ende des offiziellen Homeoffice evaluiert. Welche Tätigkeiten und in welcher Form sollen möglicherweise für die Zukunft erhalten bleiben. Welche Tätigkeit und welche Person muss zurück an den eingerichteten Arbeitsplatz. Prozesse, wo die Gleichstellungsteams viel Erfahrungen mitbringen. Sie waren in der Vergangenheit diejenigen, die die Regelungen zur Vereinbarkeit Arbeit und Kind/Familie angestoßen, begleitet, auch evaluiert haben. Heute ein Standard in vielen Dienststellen, Bei Arbeitgebenden im öffentlichen wie privaten Bereich. Diese Expertise unter den neuen Erkenntnissen ist zu nutzen.

Ich bin zuversichtlich!

Aktuelles aus der Welt

Sie erinnern vom letzten Lesen: die Vergabe der Nobelpreise. Spannend, wer und für was. Ich mach keinen Hehl daraus, dass ich auch enttäuscht bin. Wo sind die Frauen aus der Wissenschaft, der Literatur. Beim Frieden divers.

Hier nun eine Statistik nach Geschlecht seit 1901 bis heute:

in Physik waren es 1,8% Frauen – in den Wirtschaftswissenschaften 2,2%, – in der Chemie gibt es 3,7% – Medizin = 5,4% – Literatur 13,6% – und Frieden gleich 16,5%. Ergibt in Summe: 6,1% der Preise gingen an Frauen und zu 93,9% ging die Auszeichnung an Männer.


Mit feministischen Grüßen,

Ute Wellner

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