Persönliche Statistik

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Homeoffice von Frauen und Männern, Müttern und Vätern und Endgeräten mit und ohne Kamera.

Liebe Leserin, lieber Leser, alle die meinen Blog verfolgen / mitlesen!

Worüber möchte ich mir heute ein paar Gedanken machen?

Seit längerem führe ich mal wieder zu einem Thema meine persönliche Statistik. Das mache ich schon seit vielen Jahren zu verschiedensten, subjektiven Beobachtungen. Manchmal erfahre ich von einer weiteren Person, die das auch und zum gleichen Thema macht oder gemacht hat.  Dann wird es für uns meist abwechslungsreich. Worum es geht, ist sehr verschieden und würde ich hier auch nicht umfänglich und grundsätzlich erzählen wollen.

Nur ein Beispiel meiner Statistik aus der Gleichstellungswelt, die ich vor vielen Jahren begonnen habe:  Ich habe beobachtet, dass viele der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten nach ca. 1 bis 1,5 Jahren im Amt mit Sinusitis erkrankten, später war es häufig eine Form von Tinnitus. Seit einigen Jahren beobachte ich Burnout.

Mein sehr persönliches Resümee: Ein Job, der i.d.R. sehr vielseitig ist, in dem Frau in vielfältigste Angelegenheiten ihrer Institution Einblicke erhält, übergreifend wie in kaum einem anderen Tätigkeitsfeld. Die Bezahlung ist mehr oder weniger angemessen. Aber  Wertschätzung, Anerkennung für die Arbeit - hinter diesen Begriffen steht oftmals ein Fragezeichen. Eine Sinusitis, ein Tinnitus hat nicht nur die Ursache, in dem was um uns herum kreucht und fleucht an Viren, Bakterien, etc. , da gibt es auch die Psyche die in die Gesundheit einwirkt. Es hat sich in den Jahren, die ich mit den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten arbeite, verändert / verschoben, ich beobachte weiter.

Meine Beobachtungen = Statistik seit mehreren Monaten: ich beobachte, frage auch konkret nach, wer ein „offizielles“ Endgerät am Homeoffice Arbeitsplatz hat und mit welcher Ausstattung. Haben sie ein Mikrophon, haben sie eine Kamera am Rechner? Ich frage auch nach dem Arbeitsplatz zuhause im Allgemeinen: Stuhl, Tisch, Licht!. Da tun sich Welten auf. Und in diesen Welten beobachte ich Mütter und Väter (Pflegende hatte ich nur einmal) und Frauen und Männer. Beobachtung: Mütter und Frauen scheinen mir weniger gut ausgestattet zu sein, bei allem was über das Endgerät hinaus notwendig sein könnte.

Ich habe Gespräche geführt, Beratungen gemacht, Seminare durchgeführt online mit verschiedensten Programmen und ich habe in Hybrid gearbeitet. Vorab wurde immer die Frage nach Möglichkeiten der Beteiligung aller Mitstreitenden von mir gestellt. Meine Bitte: Stimme, Bild. Antwort: Rechner ja, aber….

Sie wissen worauf ich hinaus möchte: Die Ausstattung in ihren Institutionen ist im Homeoffice nicht unbedingt die, die uns suggeriert wird. Da fehlt es noch an „Vielem“ und das „Viele“ scheint mir eher bei den Müttern und Frauen als bei den Vätern und Männern zu fehlen. Woran liegt es? An der Tätigkeit, den Aufgaben, der Position, dem persönlichen Einfordern?

Ich beobachte weiter und führe meine sehr persönliche Statistik. Ich wünsche mir einen evaluierten, konstruktiven, reflektierten Austausch zwischen allen Beteiligten in ihrem/Euren Haus zu den gerade überall erstellten, im entstehen befindlichen Vereinbarungen zum Thema des Arbeitsplatzes auf Distanz, zu dem in Präsenz und einem Shuttle dazwischen.

Aus aller Welt

In den letzten Wochen gehörte ich zu den Personen, die auch mal zur Olympiade geschaltet haben. Mein Highlight: Stefanie Geisenberger im Eiskanal! Goldmedaillen jetzt und in der Vergangenheit (dreimal zwei). Die Olympionikin! Und Wiedereinsteigerin!

Unterrepräsentanz in Kunst und Medien ist auch ein Thema. Ein Blick zu der Regisseurin Margarethe von Trotta, die gerade den 80-zigsten Geburtstag gefeiert hat und ihren Arbeiten.

Und zum Schluss der Blick auf die in München stattgefundene Sicherheitskonferenz: Foto von einem Mittagessen am Rande: rein männlich! Es waren dabei 30 Chefs mittleren Alters von Wirtschaftsunternehmen. Siehe dazu von Sawsan Chebli: #MSC2022.


Mit feministischen Grüßen

Ute Wellner

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