Weltfrauentag, Equal Pay Day

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8. März…, 7.3. … - rund um 2 Tage: Weltfrauentag , Equal Pay Day

Liebe Leserin, lieber Leser, alle die meinen Blog verfolgen / mitlesen!

Zwei Termine die sich in den Kalendern der allermeisten Frauen, die im Gleichstellungsbereich arbeiten finden. Was haben Sie am Weltfrauentag unternommen? Beim Erscheinen dieses Blogs sind wir ja bereits in der Rückschau! Haben Sie etwas „angeboten“ oder waren Sie „Nutzerin“?

Ein vielfältigstes Angebot, das ich im Vorfeld sichten konnte. (Denn während ich dies schreibe, bin ich noch auf der Warteposition!) Vielfältigst: Vorträge meist mit anschließender Diskussion (wie nun gewohnt im Hybrid-Format) zu Themen wie (natürlich) Rückblick auf Homeoffice, Mental Load, auch weiterhin die Teilzeitfrage, Digitalisierung und KI unter dem Geschlechteraspekt, … Vieles bekannt, aber es könnte lohnen, wenn ich auf einzelne Fragestellungen genauer eingehe oder auf die Referentinnen schaue: Filme werden gezeigt - natürlich „Die Unbeugsamen“. Gefunden habe ich auch Coaching-Angebote. Frau kann sich über den Tag ein 1/2-stündiges Gespräch buchen. Gesehen habe ich ein Angebot für einen Spaziergang zu Orten aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart an denen Frauen ihrer Erwerbsarbeit nachgegangen sind oder ein Geschäft betrieben haben bzw. betreiben. Was mich seit Jahren anzieht sind die Veranstaltungen mit oder pur Kultur: Kabarett, Gesang, Lesung, Theater von, mit und über Geschlechterfragen. Begeistert hat mich 2020 „Furien der Vergangenheit“. Auf dem jährlichen Frauenempfang gab es einige Szenen zwischen Grußwort, Bericht, Vortrag. Am folgenden Tag hatte ich mir 2 Tickets für die nur noch wenigen Veranstaltungen geordert und dann - der erste Lockdown! Jetzt bleibt  mir die Hoffnung: Vielleicht wird es ja mal wieder aufgelegt.

Wenn Sie/Ihr mich jetzt fragt, was ich machen werde - ich bin diesmal selbst nicht in Aktion, da unterwegs zu einem meiner Seminare - , ich schaue nochmal die „Unbeugsamen“ und freue mich sehr auf die anschließende Gesprächsrunde u.a. mit der neuen Vorsitzenden des Betriebsrats des Volkswagen Konzern Frau Daniela Cavallo.

Einen Tag früher am  7. März 2022 wieder oder leider immer noch: Equal Pay Day. Dieser Tag markiert symbolisch die statistische Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Höhe von z.Zt. 18 Prozent. Der Equal Pay Day ist der Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar 2022 für ihre Arbeit bezahlt werden (siehe:  BMFSFJ).

Leichteste Veränderungen zugunsten von uns Frauen werden sichtbar, doch schauen wir auf die Statistiken: Frau verdiente brutto im Durchschnitt 18,62€/Stunde und damit 4,16€ weniger als ein Mann. Männer hatte einen durchschnittlichen Bruttolohn von 22,78€ pro Stunde (Statisches Bundesamt).

Und das 2022 nach gesetzlichen Regelungen zu gleichwertiger Arbeit und gleichem Lohn, EU-Richtlinien und Rechtsprechung (Urteil vom 9.9.1981, BAG 5 AZR  1182/79 zu den „ Heinze-Frauen“), Entgelttransparenzgesetz, unendlich vielen Erklärungen zu Berufswahl, Teilzeit und so weiter…. Eigentlich will ich mich nicht mehr ab November auf Aktionen zu einem EPD vorbereiten. Aber die Realität bleibt noch eine andere. Da gibt es ja auch die Folgen zu sehen die sich für Frauen aus diesem Gender Pay Gap ergeben. Und die Pandemie die sich hoffentlich in Kürze wandelt, sie hat Frauen weit mehr getroffen als Männer.

Jutta Allmendinger hatte zu Beginn der Pandemie laut prognostiziert: „Unser Umgang mit dieser neuartigen Krisensituation werde viele Gleichberechtigungsfortschritte zunichtemachen, von denen wir glaubten sie seien längst gesichert.“ Ihre Prognose hat sich bestätigt, wie sie vor kurzem veröffentlichte nach  der  Auswertung von ca. 100 ihr vorliegenden Studien. Ihr Fazit: Retraditionalisierung – Rückschritt in der Gleichberechtigung.

Frage: Brauchen wir auch weiterhin solche Termine? Antwort: Ja, denn sie erinnern Alle, zumindest einmal im Jahr, dass wir eine Gleichstellung der Geschlechter noch nicht erreicht haben.

Nun noch ein sehenswerter Tipp von Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover: Comic-Essay „Money Matters“ (frei verfügbar als PDF unter www.moneymatters.art und auf folgendem Instagram-Kanal: www.instagram.com/moneymatters.art). Auf unterhaltsame Weise wird hier der Zusammenhang von Geld und Macht dargestellt – und insbesondere Frauen finanzielle Mündigkeit vermittelt, zum Beispiel mit Blick auf das (leidvolle) Thema Ehegattensplitting.


Mit feministischen Grüßen

Ute Wellner

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