Bonner Luftreinhalteplan: Wo kein Diesel fährt, bedarf es keiner Fahrverbote

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Bonner Luftreinhalteplan für die Zeit nach Corona: Wo kein Diesel fährt, bedarf es keiner Fahrverbote
Während sich in vielen Bundesländern Regierungen noch mit der Deutschen Umwelthilfe über Dieselfahrverbote auseinandersetzen, schafft die Stadt Bonn Fakten: 77 ältere Diesel-Linienbusse wurden dort vor kurzem umweltfreundlich nachgerüstet.

Durch den Einbau von Stickoxidminderungssystemen entsprechen die knapp 200 Busse der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWB Bus und Bahn) jetzt dem Abgasstandard Euro VI (oder gleichwertig).
Mit Abschluss des Projektes hat das Nahverkehrsunternehmen erfolgreich eine Maßnahme des Bonner Luftreinhalteplans umgesetzt. Damit ist eines der strittigsten Themen – mögliche Fahrverbote – vorerst vom Tisch. Die im Luftreinhalteplan festgeschriebenen Standards sollen helfen, die Immissionsgrenzwerte 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter in der Bundesstadt Bonn dauerhaft einzuhalten. 2009 war der Plan in Kraft getreten und 2012 erstmalig fortgeschrieben worden. Der Grund: Der seit 2010 geltende EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm als Jahresmittelwert konnte nicht überall im Stadtgebiet eingehalten werden. Die zweite Fortschreibung trat 2019 in Kraft.

Standards des Luftreinhalteplans werden eingehalten, TA Luft und BImSchV erfüllt
Maßgebliche Teile der Abgasnachbehandlung mussten im Zuge der Busumrüstung erneuert und durch Katalysatoren mit Selective Catalytic Reduction Technology ersetzt werden. Diese dient der Minimierung von Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen, Kohlenmonoxiden und Rußpartikeln bei Dieselmotoren. Unter Einsatz eines Zusatzstoffes und durch die gezielte Mengenregelung der Harnstoffeinspritzung werden die ausgestoßenen Stickstoffdioxid-Emissionen um ein Vielfaches gesenkt, wie das Eisenbahnjournal Zughalt.de berichtet.

Zwei bis drei Busse hatte die SWB Bus und Bahn pro Woche umrüsten lassen, um zügig und zuverlässig zu messbar besserer Luft zu kommen. Dies während des laufenden Betriebes zu bewerkstelligen, war ein großer logistischer Aufwand. Die Nahverkehrsgesellschaft ging daher in zwei Tranchen vor. Die ersten 27 Busse waren bereits im Sommer 2019 umgerüstet, der Rest konnte aktuell abgeschlossen werden.


Bau von Radschnellrouten

Gefördert wurde das Projekt zu 80 % über das Sofortprogramm „Saubere Luft 2017 bis 2020“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Es stellt einen weiteren wichtigen Teil eines ganzen Bündels von Maßnahmen aus dem „Green City Masterplan“, dem „Lead City“-Programm sowie dem Programm „KommunalerKlimaschutz.NRW - Emissionsfreie Innenstadt“ dar. Damit will Bonn den Verkehr hin zu umweltfreundlicherer Mobilität wie ÖPNV, Rad oder Carsharing lenken. Ticketangebote, Angebotsverbesserungen im ÖPNV und die Weiterentwicklung des betrieblichen Mobilitätsmanagements sind konkrete Maßnahmen. Die ehemalige Bundeshauptstadt will außerdem ihre Fahrradinfrastruktur ausbauen, unter anderem durch den Bau von Radschnellrouten.

Frank Zscheile, freier Journalist

https://www.bonn.de/pressemitteilungen/maerz/umweltfreundliche-nachruestung-von-77-dieselbussen-abgeschlossen.php
http://www.zughalt.de/2020/03/bonn-dieselbusse-nachgeruestet/
https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt-natur/luftreinhalteplan.php

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