Wohlfühloase Arbeitsplatz – eine besondere Ausprägung der Fürsorgepflicht

2 Bewertungen

Mittlerweile greifen immer mehr Unternehmen auf die Kenntnisse und Fähigkeiten eines Feelgood-Managers zurück, um die Bedürfnisse der Beschäftigten aufzufangen und ein gutes Miteinander zu schaffen. Die Experten sind sich einig: Das Konzept ist zukunftsweisend und könnte den Umfang der arbeitsrechtlichen Fürsorgepflicht revolutionieren.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

zunächst darf ich Ihnen alle ein schönes Neues Jahr wünschen. Mein erster Artikel in diesem Jahr beschäftigt sich ausnahmsweise nicht mit harten juristischen Fakten, sondern mit dem etwas neueren Phänomen dem „Feelgood-Manager“.

Anstatt den täglichen Arbeitsdruck auf die Beschäftigten stetig zu erhöhen, gehen mittlerweile einige Unternehmen einen anderen, fortschrittlicheren Weg. Viele Firmen haben mittlerweile erkannt, wie wichtig zufriedene Beschäftigte sind. Angestrebt wird, dass der Beschäftigte sich am Arbeitsplatz möglichst wohl fühlt. Um dieses Ziel zu erreichen, stellen immer mehr Unternehmen sog. Feelgood-Manager ein, da man keine ausgelaugten und unzufriedenen Mitarbeiter will, sondern solche, die Lust auf ihre Arbeit haben. Durch die Schaffung von besten Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter wird die Einsatzbereitschaft der Beschäftigten gesteigert. Davon profitiert wiederum auch der Arbeitgeber.

Mittlerweile gibt es in Deutschland bereits fast 100 Menschen mit dem (noch) ungewöhnlichen Berufsbild des Feelgood-Managers. Etwa zwei Drittel hiervon sind Frauen. Ein Feelgood-Manager sorgt für ein angenehmes Arbeiten der Beschäftigten, indem dieser etwa für die Belegschaft kocht, für Ordnung in der Küche sorgt, durch Dekorationen Farbe in die grauen Räume der Firma bringt oder den Kollegen einfach nur zuhört.

Monika Kraus-Wildegger vom Online-Portal Goodplace nennt den Feelgood-Manager im Hinblick auf den weitergehenden Wandel von der Industrie- hin zur Wissensgesellschaft, die Digitalisierung, den Wertewandel und den Fachkräftemangel sogar eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.

Im gesamten öffentlichen Dienst ist infolge von Einstellungsstopps und Stellenkürzungen das Durchschnittsalter in den letzten zehn Jahren von 41,8 Jahren auf über 44 Jahre angestiegen. 52 % der Mitarbeiter sind älter als 44 Jahre, und rund ein Drittel der Mitarbeiter ist älter als 50 Jahre. Der öffentliche Dienst sieht sich damit großen Pensionierungswellen der personenstarken Mitarbeiterkohorten der Altersjahrgänge 50 plus gegenüber. Dies wird unter der Berücksichtigung des sich bereits abzeichnenden Nachwuchsmangels bereits in wenigen Jahren deutliche Auswirkungen auf den öffentlichen Dienst haben und erfordert entsprechende Reaktionen. Insbesondere auf Landes und kommunaler Ebene und damit den personalstärksten Bereichen ist der Anteil des älteren Personals besonders hoch und der Anteil an Nachwuchskräften sehr gering.

Um zukünftig ausreichend leistungsstarkes Personal für den öffentlichen Dienst gewinnen zu können, wird es nicht mehr ausreichend sein, alleine auf einen „sicheren Arbeitsplatz“ zu verweisen. Vielmehr bedarf es weiterer Anstrengungen. Hierbei wird es wichtig sein, die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber zu erhöhen. Ein Schritt in diese Richtung ist die Schaffung eines besonders guten Betriebsklimas, damit die Beschäftigten gerne zur Arbeit kommen. Ein Mosaikstein hierfür kann die Beschäftigung eines Feelgood-Managers sein.

Ich würde mich freuen, wenn sich auch der öffentliche Dienst  dieser Möglichkeit öffnen würde.

Damit verbleibe ich für heute.

Ihr Boris Hoffmann

Mein Kommentar
Sie sind nicht eingeloggt
Bitte benachrichtigen Sie mich bei neuen Kommentaren.

Sicherheitskontrolle: Bitte rechnen Sie die Werte aus und tragen Sie das Ergebnis in das dafür vorgesehene Feld ein. *

0 Kommentare zu diesem Beitrag
Anmelden
 
Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Kostenlose Hotline: 0800-2183-333
Kontaktformular

Gerne können Sie auch unser Kontaktformular benutzen und wir melden uns bei Ihnen.

Kontaktformular
Beste Antworten. Mit den kostenlosen rehm Newslettern.
Jetzt aus zahlreichen Themen wählen und gratis abonnieren  

Kundenservice

  • +49 0800-2183-333
  • Montag - Donnerstag:    8-17 Uhr
  • Freitag:                           8-15 Uhr
  • Sie können uns auch über unser Kontaktformular Ihre Fragen und Anregungen mitteilen.

Verlag und Marken

Unsere Themen und Produkte

 

Service

 

Rechtliches

Zahlungsarten 

Rechnung Bankeinzug   MastercardVisa

PayPal Giropay Sofortüberweisung