Teil C Ergänzende Tarifverträge C 3 VKA/Bund C 3.5 Tarifvertrag über eine einmalige Corona-Sonderzahlung Erläuterungen 3 Rechtsfolgen 3.2 Fälligkeit des Anspruchs

3.2.2Sonderfall – Beschäftigter erhält kein Tabellenentgelt für den Monat Dezember 2020

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Erhält ein Beschäftigter z. B. wegen längerer Arbeitsunfähigkeit oder Ruhens des Arbeitsverhältnisses kein Tabellenentgelt für den Monat Dezember 2020, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt, wird die einmalige Corona-Sonderzahlung zusammen mit dem Entgelt des jeweiligen Abrechnungsmonats ausgezahlt. Infolge der zusätzlichen Tatbestandsvoraussetzung des § 2 Abs. 1 TV Corona-Sonderzahlung 2020 muss jedoch an mindestens einem Tag zwischen dem 1.3.2020 und 31.10.2020 Anspruch auf Entgelt bestanden haben.

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Beispiel 4:

Ein Beschäftigter hat im Zeitraum vom 1.8.2020 bis 31.12.2020 Sonderurlaub ohne Fortzahlung des Entgelts gem. § 28 TVöD. Vor Beginn der Beurlaubung war er vollzeitbeschäftigt. Am 1.1.2021 nimmt er die Arbeit als Teilzeitkraft mit 20 Wochenstunden wieder auf. Er hat Anspruch auf die einmalige Corona-Sonderzahlung in voller Höhe.

Am Stichtag 1.10.2020 bestand sein Arbeitsverhältnis; lediglich der Entgeltanspruch ruhte infolge seiner unbezahlten Beurlaubung. Maßgebend sind die jeweiligen Verhältnisse zum Stichtag am 1.10.2020, als er noch vollzeitbeschäftigt war. Zudem hatte er auch an mindestens einem Tag zwischen dem 1.3.2020 und 31.10.2020 Anspruch auf Entgelt, nämlich im Zeitraum vom 1.3. bis 31.7.2020. Die Auszahlung der einmaligen Corona-Sonderzahlung in voller Höhe erfolgt erst mit dem Entgelt für den Kalendermonat Januar 2021.