Teil K Ergänzende arbeitsrechtliche Erläuterungen K 10 COVID-19-Pandemie – Arbeitsrechtliche Fragestellungen Erläuterungen 9 Sonderregelungen zum Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz aus Anlass der COVID-19-Pandemie

9.2COVID-19-PandemieFamilienpflegezeitFamilienpflegezeitCOVID-19-PandemieArbeitszeitverringerungCOVID-19-PandemieCOVID-19-PandemieArbeitszeitverringerungÄnderungen zum Familienpflegezeitgesetz

9.2.1Wöchentliche Arbeitszeit – § 2 Abs. 1 S. 2 FPfZG

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Während der Familienpflegezeit muss die verringerte Arbeitszeit gem. § 2 Abs. 1 S. 2 FPfZG wöchentlich mindestens 15 Stunden betragen.

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Abweichend hiervon gilt aus Anlass der COVID-19-Pandemie, dass die wöchentliche Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden vorübergehend unterschritten werden darf, längstens jedoch für die Dauer von einem Monat, und zwar

  • gem. § 16 Abs. 1 FPfZG i. d. Fassung vom 19.5.2020[1] für den Zeitraum vom 23.5.2020 bis zum 30.9.2020,

  • gem. § 16 Abs. 1 FPfZG i. d. Fassung vom 23.10.2020[2] für den Zeitraum vom 29.10.2020 bis zum 31.3.2021.

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Nach der Gesetzesbegründung soll die Unterschreitung der wöchentlichen Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden „auch auf null“ möglich sein (vgl. BT-Drucks. 19/22126 S. 58).

1

§ 16 Abs. 1 FPfZG i. d. Fassung vom 19.5.2020 trat gem. Art. 5a Nr. 2 des Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite v. 19.5.2020 (BGBl. 2020 I S. 1018 ff.) am 23.5.2020 in Kraft und ist gültig bis zum 30.9.2020.

2

§ 16 FPfZG i. d. Fassung v. 23.10.2020 trat gem. Art. 8 Nr. 3 des Gesetzes für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser – Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) – v. 23.10.2020 (BGBl. 2020 I S. 2208 ff.) am 29.10.2020 in Kraft und ist gültig bis zum 31.12.2020 – durch Art. 4b und d GPVG wurde die Geltungsdauer bis zum 31.3.2021 verlängert.