Teil K Ergänzende arbeitsrechtliche Erläuterungen K 2 Beendigung des Arbeitsverhältnisses; Kündigung und Kündigungsschutz Erläuterungen 7 Beteiligung des Personalrats/Betriebsrats bei ordentlichen Kündigungen 7.1 Gesetzliche Grundlagen

7.1.2Personalvertretungsrecht der Länder

307

Nach der Vorschrift in § 108 Abs. 2 BPersVG, die unmittelbar für die Länder gilt, ist eine durch den Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung des Arbeitsverhältnisses unwirksam, wenn die Personalvertretung nicht beteiligt worden ist (Regelung der Rechtsfolge).

308

Die Voraussetzungen für die Beteiligung der Personalvertretungen sind in den einzelnen Landespersonalvertretungsgesetzen unterschiedlich ausgestaltet, vor allem was die Qualität und Effektivität der Beteiligungsrechte (Mitbestimmung, Mitwirkung, Anhörung) angeht.

309

Auf folgende Vorschriften der Landespersonalvertretungsgesetze ist im Einzelnen hinzuweisen:

Baden-Württemberg: § 75 Abs. 1 Nr. 12, Abs. 7,8; Bayern: Art. 77; Berlin: § 87 Nr. 8; Brandenburg: § 63 Abs. 1 Nr. 17, § 68 Abs. 1 Nr. 2; Bremen: keine ausdrückliche Regelung, „Allzuständigkeit“ der Personalvertretung; Hamburg: § 88 Abs. 1 Nr. 14, Abs. 4; Hessen: § 77 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. i, § 78 Abs. 2; Mecklenburg-Vorpommern: § 68 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 5 bis 7; Niedersachsen: § 65 Abs. 2 Nr. 10; Nordrhein-Westfalen: § 74; Rheinland-Pfalz: § 83; Saarland: § 80 Abs. 1 Buchst. b Nr. 10; Sachsen: § 73 Abs. 6, § 78; Sachsen-Anhalt: § 67 Abs. 1 Nr. 10, Abs. 2; Schleswig-Holstein: keine ausdrückliche Regelung, „Allzuständigkeit“ der Personalvertretung; Thüringen: § 78.