Teil B TVöD – Erläuterungen B 1 TVöD-AT Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) Abschnitt II (§§ 6–11) § 6 Regelmäßige Arbeitszeit Erläuterungen 7 Flexible Arbeitszeit durch Arbeitszeitkorridor, Rahmenzeit und Gleitzeit – § 6 Abs. 6 bis 9 TVöD 7.3 Arbeitszeitkorridor

7.3.2Entstehung von Überstunden im ArbeitszeitkorridorÜberstundenÜberstundenArbeitszeitkorridorArbeitszeitkorridor

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Gem. § 7 Abs. 8 Buchst. a TVöD sind die Arbeitsstunden Überstunden, die im Fall der Festlegung eines Arbeitszeitkorridors über 45 Stunden oder über die vereinbarte Obergrenze hinaus geleistet werden. Das bedeutet, dass jede Arbeitsstunde innerhalb des Arbeitszeitkorridors keine Überstunde ist, unabhängig davon, ob sie vom Arbeitnehmer in Eigeninitiative erbracht wird oder vom Arbeitgeber angeordnet wird. Überstunden fallen nur dann an, wenn über diesen Arbeitszeitkorridor hinaus Arbeitsstunden angeordnet werden (§ 7 Abs. 8 Buchst. a letzter Halbs. TVöD).

Beispiele

Die Betriebsvereinbarung legt einen wöchentlichen Arbeitszeitkorridor von 45 Stunden fest.

1

Arbeitnehmer A arbeitet in eigener Verantwortung in einer Woche insgesamt 45 Stunden: Es entstehen keine Überstunden.

2

Arbeitnehmer B arbeitet nach Anordnung des Arbeitgebers in einer Woche insgesamt 45 Stunden: Es entstehen keine Überstunden.

3

Arbeitnehmer C arbeitet in eigener Verantwortung in einer Woche insgesamt 50 Stunden, also 5 Stunden länger als der Arbeitszeitkorridor vorsieht: Auch diese 5 Stunden sind keine Überstunden, da sie nicht durch den Arbeitgeber angeordnet wurden.

4

Arbeitnehmer D arbeitet nach Anordnung des Arbeitgebers in einer Woche insgesamt 50 Stunden, also 5 Stunden länger als der Arbeitszeitkorridor vorsieht: Es sind 5 Überstunden entstanden, da sie über den Arbeitszeitkorridor hinaus geleistet wurden und durch den Arbeitgeber angeordnet wurden.