Teil K Ergänzende arbeitsrechtliche Erläuterungen K 10 COVID-19-Pandemie – Arbeitsrechtliche Fragestellungen Erläuterungen 2 Freistellungen wegen persönlicher Arbeitsverhinderung 2.5 Kontaktfälle

2.5.1Arbeitnehmer mit einschlägigen Symptomen

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Arbeitnehmer, die unspezifische Allgemeinsymptome oder Atemwegsprobleme jeglicher Schwere zeigen und in den letzten 14 Tagen vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatten, sind verpflichtet, sich umgehend telefonisch über ihren Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst und an das Gesundheitsamt zu wenden sowie sich auf das Coronavirus testen zu lassen.

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Hinweis für die Praxis

Bis zum Vorliegen des Testergebnisses sollte der Arbeitgeber diese Arbeitnehmer – soweit sie arbeitsfähig sind und dies technisch und organisatorisch möglich und sinnvoll ist – im Homeoffice beschäftigen bzw. den Abbau von Zeitguthaben oder Resturlaubsansprüche anordnen (vgl. dazu Erl. 2.8.3.3 und 2.8.3.4).

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Stets zu prüfen ist, ob überhaupt Arbeitsfähigkeit besteht. Ist dies nicht der Fall bzw. bestehen Bedenken, sind diese Arbeitnehmer arbeitsunfähig und erhalten Entgeltfortzahlung gemäß § 22 TVöD (vgl. dazu Erl. 2.3.1).

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Wird durch den Test eine Infektion mit dem Erreger SARS-Cov-2 (Coronavirus) nachgewiesen, wird i. d. R., soweit dennoch Arbeitsfähigkeit besteht, von Seiten der zuständigen Behörde Quarantäne angeordnet (vgl. zu den Einzelheiten der Quarantäne-Anordnung Erl. 2.3).