Teil K Ergänzende arbeitsrechtliche Erläuterungen K 10 COVID-19-Pandemie – Arbeitsrechtliche Fragestellungen Erläuterungen 2 Freistellungen wegen persönlicher Arbeitsverhinderung 2.7 Freistellung von sog. Risikopersonen

2.7.2Ärztliche Bescheinigung als Risikoperson

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Das RKI weist darauf hin, dass die unter Erl. 2.7.1 dargestellten verschiedenen Einflüsse und deren Kombinationsmöglichkeiten die Komplexität einer Risiko-Einschätzung ausmachen und stellt klar, dass aus diesem Grund eine generelle, pauschale Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich ist.

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Vielmehr erfordert eine Einschätzung des Risikos für einen schweren Verlauf im Einzelfall eine individuelle Risikofaktoren-Bewertung, im Sinne einer (arbeits-)medizinischen Begutachtung.

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Hinweis für die Praxis

Zur Feststellung, ob ein Arbeitnehmer einer Risikogruppe angehört und aus diesem Grund besondere Maßnahmen vom Arbeitgeber zu ergreifen sind, empfiehlt es sich, sich vom Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung zur Risikoeinschätzung für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Infektion vorlegen zu lassen.