C. Arbeitslohn – Lohnsteuer – Sozialversicherung von A bis Z F Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte 4. Besonderheiten bei der unentgeltlichen oder verbilligten Überlassung eines Job-Tickets

c) Anwendung der 44-Euro-Freigrenze
Für Sachbezüge gibt es eine monatliche Freigrenze in Höhe von 44 €. Auf die ausführlichen Erläuterungen beim Stichwort „Sachbezüge“ unter Nr. 4 wird Bezug genommen. Bis zum 31.12.2018 war die 44-Euro-Freigrenze auch bei der unentgeltlichen oder verbilligten Überlassung von Job-Tickets von Bedeutung. Vgl. im Einzelnen ausführlich die Erläuterungen und Beispiele im Lexikon für das Lohnbüro, Ausgabe 2018, beim Stichwort „Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte“ unter Nr. 4 auf Seite 360 ff.
Durch die zum 1.1.2019 eingeführte Steuerfreiheit (§ 3 Nr. 15 EStG) der zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachten Arbeitgeberleistungen (Barzuschüsse und Sachleistungen) für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte des Arbeitnehmers mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr wird der geldwerte Vorteil eines Job-Tickets nicht mehr auf die 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge angerechnet. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um eine Monatskarte oder Jahreskarte handelt.
Beispiel
Der Arbeitgeber stellt dem Arbeitnehmer ein monatliches Job-Ticket zur Verfügung. Nach Anrechnung der Zuzahlung des Arbeitnehmers ergibt sich ein geldwerter Vorteil von 40 €.
Der geldwerte Vorteil in Form des Sachbezugs in Höhe von 40 € ist steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 3 Nr. 15 Satz 2 EStG). Er wird nicht auf die 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge angerechnet, er mindert jedoch in Höhe von 480 € (12 x 40 €) die Entfernungspauschale.