C. Arbeitslohn – Lohnsteuer – Sozialversicherung von A bis Z F Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte 4. Besonderheiten bei der unentgeltlichen oder verbilligten Überlassung eines Job-Tickets

e) Überlassung von unentgeltlichen oder verbilligten Job-Tickets durch Verkehrsträger
LS –
SV –
Die seit 1.1.2019 geltende Steuerfreiheit (§ 3 Nr. 15 EStG) der zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachten Arbeitgeberleistungen (Barzuschüsse und Sachleistungen) für Fahrten des Arbeitnehmers zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie Fahrten zu einem weiträumigen Tätigkeitsgebiet oder zu einem vom Arbeitgeber dauerhaft festgelegten Sammelpunkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr gilt auch für Arbeitnehmer eines Verkehrsunternehmens.
Der Rabattfreibetrag von 1080 € jährlich muss für diese ohnehin steuerfreien geldwerten Vorteile nicht in Anspruch genommen werden. Die steuerfreien Arbeitgeberleistungen (Barzuschüsse und Sachleistungen) mindern die beim Arbeitnehmer als Werbungskosten zu berücksichtigende Entfernungspauschale (§ 3 Nr. 15 Satz 3 EStG). Sie sind daher vom Arbeitgeber in der Lohnsteuerbescheinigung unter Nr. 17 anzugeben (§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 EStG).
Bei Arbeitnehmern eines Verkehrsunternehmens kann die unentgeltliche oder verbilligte Überlassung eines Job-Tickets an deren Angehörige in Anwendung des Rabattfreibetrages in Höhe von 1080 € jährlich steuerfrei sein. Dies gilt auch bei Jahresnetzkarten. Denn bei Job-Tickets, die Verkehrsunternehmen an Angehörige ihrer Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt überlassen, handelt es sich um Belegschaftsrabatte im Sinne des § 8 Abs. 3 EStG (vgl. die Erläuterungen beim Stichwort „Rabatte, Rabattfreibetrag“).