C. Arbeitslohn – Lohnsteuer – Sozialversicherung von A bis Z F Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte 5. Pauschalierung der Lohnsteuer für Fahrtkostenzuschüsse mit 15 %

a) Allgemeines
Der Arbeitgeber kann die Lohnsteuer für
Sachbezüge in Form der unentgeltlichen oder verbilligten Beförderung eines Arbeitnehmers zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (insbesondere Firmenwagen) und
für zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistete Barzuschüsse zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten (insbesondere mit dem Arbeitnehmer-Pkw) zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte
LS +
SV –
pauschal mit 15 % erheben. Eine Pauschalbesteuerung ist aber nur bis zu dem Betrag zulässig, den der Arbeitnehmer im Rahmen seiner Einkommensteuer-Veranlagung bei den Werbungskosten geltend machen könnte, wenn die Bezüge nicht pauschal besteuert würden (§ 40 Abs. 2 Satz 2 EStG). Die Pauschalbesteuerung mit 15 % ist somit bis zur Höhe der Entfernungspauschale von 0,30 € je Entfernungskilometer möglich.
Das Wahlrecht des Arbeitgebers zur Pauschalbesteuerung ist nicht von einem Antrag des Arbeitgebers abhängig, sondern wird durch Anmeldung der mit dem Pauschsteuersatz erhobenen Lohnsteuer ausgeübt. Wird ein solcher Antrag erst im finanzgerichtlichen Verfahren gestellt, ist er unbeachtlich (BFH-Urteil vom 24.9.2015, BStBl. 2016 II S. 176). Zu den sozialversicherungsrechtlichen Folgen bei nachträglicher Pauschalbesteuerung vgl. „Pauschalierung der Lohnsteuer“ unter Nr. 1.