C. Arbeitslohn – Lohnsteuer – Sozialversicherung von A bis Z F Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte 5. Pauschalierung der Lohnsteuer für Fahrtkostenzuschüsse mit 15 %

e) Verlust des Werbungskostenabzugs bei einer Pauschalierung der Lohnsteuer mit 15 %
Die Pauschalierung der Fahrtkostenzuschüsse mit 15 % bringt infolge der dadurch ausgelösten Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung für den Arbeitgeber den Vorteil, dass er sich den ansonsten anfallenden Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag erspart. Außerdem führt die Abwälzung der Pauschalsteuer im Innenverhältnis auf den Arbeitnehmer (vgl. nachfolgend unter Nr. 6) dazu, dass der Arbeitgeber mit der Pauschalsteuer nicht belastet wird. Für den betroffenen Arbeitnehmer muss eine Pauschalierung hingegen durchaus nicht günstiger sein als die Einzelversteuerung; insbesondere dann nicht, wenn die Pauschalsteuer auf den Arbeitnehmer abgewälzt wird. Denn durch die Pauschalierung der Lohnsteuer mit 15 % verliert der Arbeitnehmer den Werbungskostenabzug. Die normale Versteuerung durch Hinzurechnung zum übrigen Arbeitslohn ist für den Arbeitnehmer immer dann vorteilhafter, wenn sein laufender Arbeitslohn ohnehin die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung überschreitet (2019 monatlich 6700 € in den alten und 6150 € in den neuen Bundesländern) und der Arbeitnehmer bereits mit anderen Werbungskosten den bei seiner Einkommensteuer-Veranlagung zu berücksichtigenden allgemeinen Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1000 € verbraucht hat, sodass sich seine normal versteuerten Fahrtkosten voll als Werbungskosten auswirken können. Der Vorteil ist umso größer, je höher der individuelle Grenzsteuersatz des Arbeitnehmers ist (vgl. die Tabelle zu den Grenzsteuersätzen beim Stichwort „Tarifaufbau“ unter Nr. 6).