HGlG 2016 Kommentar §§ 1-4 (Abschnitt 1: Allgemeines) § 3 Begriffsbestimmungen Erläuterungen B. Erläuterungen

I.Begriffsbestimmungen

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§ 3 ist systematisch neu, da die früher in § 2 a. F. nach der Definition des Geltungsbereichs des HGlG genannten Begriffsbestimmungen in eine eigenständige Norm überführt worden sind. Der Inhalt der in § 3 aufgeführten Definitionen entspricht weitgehend dem früheren Recht. Wesentliche Neuerungen sollten nach der Entwurfsbegründung mit dem neuen Gesetz nicht erfolgen.

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Unterrepräsentanz von FrauenVorgesetzten- und LeitungsaufgabenVorgesetzten- und LeitungsaufgabenUnterrepräsentanz von Frauen

Eine Ausnahme stellt lediglich die zusätzliche Aufnahme der Vorgesetzten- und Leitungsaufgaben in die Bereichsbildung zur Beurteilung der Unterrepräsentanz von Frauen nach Maßgabe des § 3 Abs. 5 dar.

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FamilienaufgabenBegriff

Neu ist die Aufnahme einer Definition zum Begriff der Familienaufgabe. Das HGlG folgt damit in systematischer Hinsicht dem BGleiG a. F., nicht dagegen den Regelungen in § 3 Nr. 6 7 BGleiG n. F. , da auf eine vom Dienstrecht abweichende Definition der Pflegeaufgaben verzichtet wird, wie sie heute in § 3 Nr. 7 BGleiG enthalten ist.

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TeilzeitbeschäftigungBegriff

Abweichend vom früheren Recht enthält das HGlG keine Definition des Begriffs der Teilzeitbeschäftigung mehr. Insoweit wird auf die arbeits- bzw. dienstrechtlichen Regelungen oder die Definition in § 3 Nr. 1 der Rahmenvereinbarung über Teilzeitarbeit im Anhang der RL 97/81/EG zurückzugreifen sein.