Diskussion um Kinderkopftuch

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Nachdem TERRE DES FEMMES ein Verbot für das Kinderkopftuch in Schulen gefordert hatte und dafür von Fachleuten in einem Positionspapier angegriffen wurde, hat der Verein nun eine Stellungnahme veröffentlicht, in der er sich klar für ein Verbot ausspricht und seine Haltung begründet.

TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. bezieht klar Stellung zu dem von 110 „diskriminierungskritischen Pädagog*innen“ veröffentlichten Positionspapier „Nein zu einem Kinderkopftuchverbot für Minderjährige!“. Die größte Frauenrechtsorganisation Deutschlands setzt sich seit über 30 Jahren für Chancengleichheit ein und stellt insbesondere das Kindeswohl an oberste Stelle. TERRE DES FEMMES prangert seit jeher patriarchale Strukturen in jeglicher Form an und setzt sich für eine emanzipatorische Mädchenarbeit ein, die auf aufgeklärten Werten fußt.


„Es ist geradezu naiv zu glauben, dass die Verschleierung von kleinen Mädchen kein politischer Akt ist. Das sogenannte Kinderkopftuch ist ein Machtinstrument des Patriarchats, das dazu dient, den Unterschied zwischen den Geschlechtern zu zementieren und dazu führt, dass Mädchen und Jungen ungleich sozialisiert werden. Damit wird über Körper und Geist von Mädchen entschieden: Mädchen müssen sich verstecken und verschleiern, während Jungen ohne politisch-religiöse Einschränkungen selbstbestimmt leben“, so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES.


Weiter heißt es in der Stellungnahme: „In Zeiten, wo Frauen im Iran für ihr Recht auf Freiheit demonstrieren und gegen Zwangsverschleierung protestieren und wo Menschenrechtlerinnen wie Nasrin Sotoudeh verurteilt und verhaftet werden, weil sie das Recht der Frauen auf Gleichberechtigung und Freiheit verteidigt haben, wird in Deutschland durch pseudo-tolerante Diskurse die Beschneidung von Frauenrechten im Namen einer fraglichen Pädagogik begrüßt.“

 

 

Hintergrund:

Die Petition von TERRE DES FEMMES „DEN KOPF FREI HABEN!“ wird von 35.000 Unterzeichner/innen, zahlreichen prominenten Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichnern und großen Organisationen wie dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unterstützt. Auch das Netzwerk von Exil-Iranerinnen in Deutschland „Iran-Women-Solidarity“ unterstützt die Forderung von TERRE DES FEMMES, Mädchen im öffentlichen Bildungsraum einen gleichberechtigten und unparteiischen Ort zur Verfügung zu stellen, indem sie sich selbstbestimmt und frei entfalten können.

 

Lesen Sie hier die ausführliche Stellungnahme von TERRE DES FEMMES.

 

von Roetteken

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