Online-Befragungen als Instrument für Veränderungsprozesse

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Herr Dr. Helmke, Sie setzen Online-Befragungen als Instrument für Veränderungsprozesse ein, welchen Nutzen bringt das?

Dr. Thomas Helmke:
Online-Befragungen sind ein einfach zu handhabendes, schnelles und kostengünstiges Instrument, um benötigte Informationen zu sammeln. Das können sowohl objektbezogene Datenerfassungen sein wie auch subjektive Einschätzungen von Personen. Ausgangspunkt ist immer, dass ein Informationsinteresse besteht als Ausgangsbasis für anstehende Veränderungen. Mit einer soliden Ausgangsbasis kann man leichter überzeugen, warum und welche Veränderungen notwendig anstehen.

 

In welchen konkreten Anwendungsgebieten setzen Sie das Instrument ein?

Helmke: Das ins sowohl interne wie externe Befragungen und Datenerfassungen. Für letztere ist ein einfaches Beispiel, dass online der Bestand an Kommunikationsgeräten in Schulen erfasst wurde. In die Eingabemasken könnten die Typen und Anzahl von Telefonen, Faxgeräten, Kopierern, Multifunktionsgeräten eingegeben und so ganz einfach zusammengestellt und ausgewertet werden. Ebenso werden mit diesem Instrument Mitarbeiterbefragungen durchgeführt, Kundenbefragungen z.B. von Bürgerbüros oder Straßenverkehrsämter, aber auch Bürgerbeteiligung zu konkreten Fragen der Stadtentwicklung organisiert.

 

Das Thema Datenschutz bekommt eine immer größere Bedeutung beim Einsatz von Online-Technologien, spiegelt sich das auch beim Einsatz von Online-Befragungen wider?

Helmke: Selbstverständlich! Hier müssen wir aber zwei Bereiche trennen, dass eine ist der „technische“ Datenschutz. Die Geltung und Einhaltung der Datenschutzgesetze des Bundes, der Länder und der EU sind eindeutig. Wir speichern darüber hinaus z.B. grundsätzlich keine IP-Adressen, so dass eine Rückverfolgung personenbezogener Daten für uns gar nicht möglich ist. Der andere – und wichtigere Teil – ist an §3a BDatSchG ausgerichtet, den Grundsätzen der Datenvermeidung und Datensparsamkeit. Dies ist für uns und unsere Kunden (und die jeweiligen Mitarbeitervertretungen) wichtig, indem wir nur so wenig demografische Daten wie unbedingt nötig abfragen. Meist sind dies lediglich das Geschlecht und die Zugehörigkeit zu einer Alterskohorte von meist 5-10 zusammengefassten Jahrgängen. So sind keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich.

 

Welche Technologie kommt dabei zum Einsatz, braucht man dazu eine spezialisierte Softwarelösung?

Helmke: Die einfachste technische Lösung ist die, z.B. „Google Formulare“ zu verwenden. Damit können einfache Umfragen gestaltet und durchgeführt werden. Werden die Fragestellungen und Auswertungen etwas komplexer, will man z.B. Kreuztabellen auswerten, empfiehlt es sich, auf professionelle Umfragesoftware umzusteigen. Je nach Bedarf ist diese auch bereits ab 25 € für einen Monat zu nutzen. Je höher die Anforderungen und komplexer die Befragungen, desto höherwertig muss auch die Softwarelösung sein, das richtet sich ganz nach den konkreten und individuellen Anforderungen des Kunden.

 

Wenn keine spezielle Software benötigt wird, gibt es dann Qualitätsstandards, die beachtet werden sollten?

Helmke: Die Gütekriterien für Umfragen sind Objektivität, Validität und Reliabilität. Das klingt jetzt sehr technisch, im Prinzip geht es darum sicher zu stellen, dass mit der Umfrage auch die Kriterien zuverlässig gemessen werden können und werden, die gemessen werden sollen. Dies ist bereits eine Frage der exakten Formulierung der Fragestellungen und Antwortmöglichkeiten, aber auch der Auswertung. Deshalb kommt es für die Konzipierung, Durchführung und Auswertung von Befragung auf das entsprechende Wissen der Personen an, die diese Aufgaben ausführen.

 

Sie setzen diese Befragungen auch für Mitarbeiterbefragungen ein, welche Rolle spielen die Mitarbeitervertretungen dabei?

Helmke: Eine sehr wichtige! Die Mitarbeitervertretungen vertreten die Interessen der Beschäftigten und sind wichtige Multiplikatoren für den Erfolg von Umfragen. Nur wenn diese überzeugt werden können, dass ein entsprechender Nutzen gegeben ist und alle schützenswerten Interessen der Beschäftigten berücksichtigt werden, werden diese auch aktiv solche Befragungen unterstützen. Und je höher die Teilnahmebereitschaft, desto besser die Aussagekraft solcher Umfragen. Deshalb ist unser Rat: binden Sie die Mitarbeitervertretung früh und aktiv in die Vorbereitung von Mitarbeiterbefragungen ein.

 

Testen Sie hier mit einer kostenlosen Demo-Version eine Mitarbeiterbefragung zum Thema Demografischer Wandel

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