Personalpolitik: Wegweiser in Zeiten des Wandels

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Während des 14. Symposiums für Personalmanagement im öffentlichen Sektor wurden aktuelle Ansätze der Personalpolitik dargestellt.

Liebe Leserinnen und Leser,

eine Vielzahl von Entwicklungen führen dazu, dass die Arbeitswelt im Umbruch ist. Das Personalmanagement muss auf Entwicklungen wie den demografischen Wandel, den Wertewandel, den Aufgabenwandel oder den technischen Fortschritt reagieren. Für diese Reaktion sind personalpolitische Grundsätze hilfreich, denn die dienen als Orientierungsrahmen in Bezug auf Ziele und Werte für den Umgang mit dem Personal.

Während des 14. Symposiums für Personalmanagement im öffentlichen Sektor am 20. November 2011 in Gelsenkirchen wurde das Thema Personalpolitik dargestellt und diskutiert:

Dr. Axel Emenet stellte in seiner Funktion als Abteilungsleiter die Personalpolitik des Innenministeriums NRW vor. Er stellte heraus, was den Markenkern des Personalmanagements im Innenministerium ausmacht: Vielfalt, Sinnhaftigkeit, Kollegialität und Work-Life-Balance. Anschließend stellte er Maßnahmen des Personalmarketing und der Personalbindung dar.

Sebastian Kopietz, Beigeordneter für Personal, Recht und Ordnung, erläuterte die Führungspolitik der Stadtverwaltung Bochum. Er erläuterte die partizipative Entwicklung eines neuen Führungsmodells. Weiterhin stellte er verschiedene Maßnahmen zur Auswahl und Qualifizierung von Führungskräften vor. Besonders beeindruckt haben mich die Ausführungen zur Vernetzung von Führungskräften untereinander, zur Etablierung einer Feedbackkultur jenseits von Beurteilungs- oder LOB-Gesprächen sowie zu den Kompetenzwerkstätten für Führungskräfte.

Serap Güler, Staatssekretärin für Integration in NRW, stellte in einer persönlichen geprägten Rede den Grundsatz der interkulturellen Öffnung der Verwaltung vor. Ihr Ziel ist es, dass der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund der dem Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung entspricht. Während des Symposiums gratulierte sie Herrn Koussay Alshofi, der im Jahr 2014 aus Syrien floh, zum bestandenen Master-Studium „Human Resources Management“.

Gesunde Arbeit stand im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Michael Treier (FHöV NRW). Der durch beeindruckend gestaltete Schaubilder gestützte Vortrag erläuterte wesentliche Erkenntnisse und Konzepte des Gesundheitsmanagement und zeigte die – auch finanzielle – Vorteilhaftigkeit von Maßnahmen des Gesundheitsmanagement auf. Michael Treier zeigte zukünftige Entwicklungen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements auf.

Bernhard Franke, kommissarischer Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, erläuterte zuerst die gesetzlichen Regelungen zum Grundsatz der Diskriminierungsfreiheit. Anschließend stellte er eine Vielzahl von Erkenntnissen zur Diversität der Beschäftigten im öffentlichen Sektor vor. Auch konnte er über aktuelle Studienergebnisse zu Diskriminierungserfahrungen im öffentlichen Dienst berichten. Den Zuhörenden gab er schließlich Handlungsempfehlungen zum Abbau von Diskriminierungen.

Silke Tamm-Kanj verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gleichstellungsarbeit auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Sie erläuterte während ihres Vortrags Zielsetzungen des Landesgleichstellungsgesetzes NRW und reflektierte die gleichstellungspolitische Wirklichkeit in den Behörden und Verwaltungen. Sie stellte heraus, dass Gleichstellung ein personalpolitisches Kernthema und Aufgabe aller Beschäftigten ist.

Oliver Schmitz, von der Berufundfamilie Service GmbH, erläuterte die NEUE Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Angesichts der Zunahme von Pflegefällen sind vom Arbeitgeber Maßnahmen zu treffen, die es Beschäftigten ermöglichen, Beruf und Pflege miteinander zu vereinbaren.

Mit Spannung wurde der letzte Vortrag des Symposiums erwartet, der von Dr. Bernhard Langenbrinck (KAV) gehalten wurde. Er stellte verschiedene Entgeltanreize dar. Unter anderem wurden neue Eingruppierungsregelungen, Elemente der LOB, die Fachkräftezulage sowie Nettolohnoptimierungsmodelle erläutert.

Das Symposium für Personalmanagement wurde von 130 Expertinnen und Experten besucht und fand in der Zentrale der FHöV NRW in Gelsenkirchen statt. Es wurde gemeinsam mit dem Studieninstitut Ruhr (Direktorin: Dr. Sabine Seidel) geplant und organisiert. Der Tagungsband „Quo vadis Personalmanagement? Wegweiser Personalpolitik“ ist im Rehm-Verlag erschienen.


Herzlichst
Ihr Andreas Gourmelon

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