Arbeitnehmer zieht es ins Ausland

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Deutschland ist nach den englischsprachigen Ländern USA, Großbritannien und Kanada das beliebteste Land weltweit, wenn es um einen Job im Ausland geht.

Während weltweit durchschnittlich zwei von drei Arbeitnehmern grundsätzlich bereit sind, eine Stelle im Ausland anzunehmen, würden in Deutschland weniger als die Hälfte der Arbeitskräfte für einen Job ins Ausland gehen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie Decoding Global Talent. Zugrunde liegt die weltweit größte Erhebung zum Thema Jobmobilität, bei der zwischen April und Juni 2014 mehr als 200.000 Arbeitskräfte aus 189 Ländern befragt wurden.


Für Unternehmen lassen sich aus diesen Ergebnissen wegweisende Erkenntnisse über die Mobilität ihrer künftigen Einsteiger ableiten. Die geografischen Grenzen der Arbeitsmärkte werden durchlässiger. Vor allem für die talentiertesten und am besten ausgebildeten Talente sind nationale Schranken längst gefallen. Der quasi grenzenlose globale Arbeitsmarkt eröffnet ungeahnte Möglichkeiten - für die Jobsuchenden, für die Staaten und für multinationale Konzerne, die schon jetzt Schwierigkeiten haben, auf nationaler Ebene geeignete Fachkräfte zu finden.


Deutschland ist begehrt
Deutschland ist ein attraktives Ziel für Arbeitnehmer und bei den Befragten das beliebteste nicht-englischsprachige Land weltweit. Insbesondere Arbeitskräfte aus südosteuropäischen Staaten wie beispielsweise Bosnien-Herzegowina oder Serbien zieht es nach Deutschland - 73 bzw. 64 Prozent der Arbeitnehmer aus diesen Ländern wären bereit, in Deutschland zu arbeiten. In den Niederlanden liegt dieser Wert bei 51 Prozent, und auch in Finnland findent knapp die Hälfte der Arbeitnehmer Deutschland attraktiv.


Gründe für den Weg ins Ausland
Die Antworten auf Fragen zu den Kriterien bei der Wahl eines Arbeitsplatzes ergaben, dass klassische Faktoren wie das Gehalt oder die Übernahme von Verantwortung nicht im Zentrum stehen. Am wichtigsten sind für Jobsuchende die eigene Weiterentwicklung, die Wertschätzung der eigenen Arbeit und ein gutes Verhältnis zu ihren Kollegen. "Die steigende Mobilität von Arbeitskräften rund um den Globus und auch der Wandel ihrer Präferenzen bei der Jobwahl haben große Auswirkungen", erläutert Carsten von der Linden, Principal bei The Boston Consulting Group und Co-Autor der Studie. "Deshalb sollten Unternehmen ihre Stärken als Arbeitgeber sowohl intern als auch extern klar herausstellen, um so zu verhindern, dass ihre talentiertesten Mitarbeiter auswandern und nicht mehr zurückkehren. Man sollte alles daransetzen, auf der anderen Seite dieser Gleichung zu stehen."


Persönliche Entwicklung als Anreiz für einen Job im Ausland
Die Chance, neue persönliche Erfahrungen zu sammeln, ist für die meisten Arbeitnehmer sowohl weltweit als auch in Deutschland der wichtigste Grund für einen Job im Ausland. Auf globaler Ebene spielen bessere Karrierechancen und höhere Verdienstmöglichkeiten eine bedeutende Rolle. Für die Befragten in Deutschland ist es allerdings viel wichtiger, in einer fremden Kultur zu leben und sich dort einer neuen Herausforderung zu stellen. "Die internationale Rekrutierung bietet eine große Chance, den Bedarf an Fachkräften trotz des demographischen Wandels nachhaltig zu stillen", sagt Dr. Sebastian Dettmers.


Zentrale Ergebnisse der Studie:

  • Die Welt ist mobil: Knapp 64 Prozent aller 203.756 weltweit Befragten sind grundsätzlich bereit, für eine Arbeitsstelle ins Ausland zu gehen. In den USA, Großbritannien und Deutschland liegt die Bereitschaft dazu hingegen bei unter 50 Prozent.
  • In ein Nachbarland gehen: Die Deutschen zieht es vornehmlich in die Schweiz (37 Prozent), die USA (35 Prozent), Großbritannien (33 Prozent) und Österreich (31 Prozent).
  • Topdestinationen: Deutschland gehört nach den USA, Großbritannien und Kanada zu den beliebtesten Einwanderungsländern.
  • Topstädte: Berlin liegt auf Rang 6 der beliebtesten Städte weltweit. Auf Rang 1 findet sich London, gefolgt von New York und Paris.
  • Die Gründe, ins Ausland zu gehen, unterscheiden sich je nach  wirtschaftlicher Lage des Heimatlandes. In den meisten Industrienationen steht die persönliche und berufliche Weiterentwicklung im Vordergrund. Arbeitssuchende aus Ländern mit geringer Entwicklung halten vor allem nach besseren Karriereoptionen und höherem Lebensstandard Ausschau.  



Quelle: Pressemeldung Boston Consulting Group (BCG) und Steptstone
Claudia Ehrenfeuchter, Text und Recht

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