5-Punkte-Plan für Verwaltungsdigitalisierung
Maßnahmenkatalog Ransomware
Digital-Index 2021/2022

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1. Bundesländer drängen auf Weiterentwicklung des Onlinezugangsgesetzes: 5-Punkte-Plan für Verwaltungsdigitalisierung

Neun Bundesländer drängen bei der Bundesregierung auf eine Weiterentwicklung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). In einem gemeinsamen Positionspapier von Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen an den Bund schreiben die Länder für das weitere Vorgehen bei der Verwaltungsdigitalisierung fünf Punkte fest, die dabei für sie essenziell sind. So fordern sie eine qualitative Weiterentwicklung des OZG sowie eine effizientere und transparentere Steuerung und Finanzierung. Zudem müssten die sogenannten EfA-Leistungen („Einer-für-Alle“) wettbewerbskonform weiterentwickelt, das Gesetz in die Fläche und zu den Kommunen gebracht und der OZG-Rechtsrahmen zeitnah föderal weiterentwickelt werden.

In dem von Bayern initiierten Positionspapier begrüßen die Länder den Fahrplan des Bundes für die Erarbeitung von Eckpunkten für ein OZG 2.0. Die fünf Punkte des Papiers seien essenziell für die Weiterentwicklung des Onlinezugangsgesetzes und daher aus Sicht der beteiligten Länder notwendiger Bestandteil einer konsensual von Bund und Ländern getragenen Agenda für die künftige OZG-Umsetzung.

Das Positionspapier ist online abrufbar unter:
https://stmd.bayern.de/wp-content/uploads/2022/02/G9_2022-02-18_Fuenf-Punkte-OZG-2.0_fin.pdf

2. Maßnahmenkatalog Ransomware

Ransomware ist aktuell eine reale, ersthafte Bedrohung mit vielen weiteren Betroffenen (Bürger, Kunden, Lieferanten etc.), die außerdem große Medienaufmerksamkeit nach sich ziehen kann. Als Ransomware werden Schadprogramme bezeichnet, die den Zugriff auf Daten und Systeme einschränken oder verhindern und diese Ressourcen nur gegen Zahlung eines Lösegeldes (Ransom) wieder freigeben. Es handelt sich dabei um einen Angriff auf das Sicherheitsziel der Verfügbarkeit und eine Form digitaler Erpressung.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Behörde bzw. das eigene Unternehmen von einem Ransomware-Angriff betroffen sein kann, wird vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik derzeit als „hoch und realistisch“ eingeschätzt. Die deutliche Zunahme von Ransomware-Angriffen war auch eines der Ergebnisse des Berichts zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2021, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im September 2021 veröffentlicht hat:

Bild Ransomware/DDOS

Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (Hrsg.), Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2021, S. 42.

Zur Vorbereitung auf einen Ransomware-Angriff hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ein Arbeitsdokument mit den notwendigen präventiven Grundlagen veröffentlicht. Das Dokument wurde auf Basis der Erfahrungen, die bei der Ransomware-Fallbearbeitung gewonnen wurden, erstellt. Es richtet sich an Unternehmen und Behörden, die sich mit dem Thema noch nicht oder nur ansatzweise auseinandergesetzt haben und eine Übersicht über mögliche Schutzmaßnahmen vor Ransomware suchen.

Das Arbeitsdokument ist online abrufbar unter:
https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Cyber-Sicherheit/Themen/Ransomware_Massnahmenkatalog.html.

3. Digital-Index 2021/2022

Der Digital-Index 2021/2022 gibt im neunten Jahr in Folge Auskunft über den Digitalisierungsgrad der deutschen Gesellschaft. Dazu beleuchtet die Studie vier Dimensionen der Digitalisierung:

  • Die Zugangsdimension erfasst, wie viele Menschen das Internet insgesamt und mobil nutzen, und über welche Geräte sie dies tun.

  • Welche digitalen Dienste und sozialen Medien nutzen die Menschen? Wie intensiv ist die Nutzung solcher Anwendungen? Diese Fragen beantwortet die Dimension Nutzungsverhalten.

  • Wie souverän und kompetent sich die deutsche Bevölkerung im Netz bewegt, misst die dritte Säule des Digital-Index: Kompetenz.

  • Zuletzt erfasst der Bereich Offenheit, wie die Einstellung der Menschen gegenüber der Digitalisierung ist: Ob sie daran interessiert sind, in der Digitalisierung Chancen sehen, welchen Stellenwert sie ihr in Beruf und Bildung einräumen etc..

Neben dem Digital-Index mit seinen Dimensionen als zentralem Kernbestandteil dieser Studie, gibt es jährlich wechselnde aktuelle Schwerpunktthemen. Die aktuelle Studie beleuchtet das Themenfeld »Nachhaltigkeit« im Kontext der Digitalisierung, wobei sich Nachhaltigkeit hier ausschließlich auf ökologische Aspekte und den Faktor Umwelt bezieht. In der aktuellen Studie werden die Ergebnisse vor dem Hintergrund einzelner Generationen mit ihren kollektiven Erfahrungen und Entwicklungen betrachtet anstelle einer reinen Altersbetrachtung. Dabei fließt mit ein, in welchen Lebensabschnitten sich die Generationen während verschiedener Meilensteine der digitalen Entwicklung befanden.

Zentrale Ergebnisse im Überblick:

  • Digitale Nachhaltigkeit: Es zeigt sich, dass die Menschen noch kein klares Bild über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die ökologische Nachhaltigkeit und die zugrundeliegenden Wirkzusammenhänge haben.

  • Digitale Teilhabe: Niedrig Gebildete und Ältere profitieren aus eigener Sicht deutlich seltener von der Digitalisierung.

  • Digital Skills Gap besteht fort: Höher Gebildete sind deutlich versierter. Zweiteilung auch bei den Generationen (BabyboomerInnen und alle älteren Generationen mit niedrigen Kompetenzlevels auf der einen Seite, alle ab der Generation X mit überdurchschnittlichen digitalen Fähigkeiten auf der anderen Seite).

  • Demokratie und Zusammenhalt: Nur 56 Prozent trauen sich zu, Desinformationen im Internet zu erkennen, 28 Prozent sehen in Digitalisierung eine Gefahr für die Demokratie.

  • Digitalisierungsgrad der Gesellschaft steigt: Digital-Index nun bei 63 von 100 Punkten.

Grafik Digital-Index

Initiative D21 e. V. (Hrsg.), Digital Index 2021/2022, S. 2.

Die Studie ist online abrufbar unter:
https://initiatived21.de/app/uploads/2022/02/d21-digital-index-2021_2022.pdf


Klaus Geiger, Referent für Finanzen, Organisation und digitale Verwaltung beim Bayerischen Landkreistag, München

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