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KI für das Onboarding nutzen

Mit dem Forschungsprojekt KI-InnOMATIV soll die Personaleinführung auch von Menschen mit Behinderungen optimiert werden.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

die Einführung neuer Beschäftigter in ihre Aufgaben und in die Teams ist für alle Beteiligten mit hohem Aufwand verbunden. Dieser Aufwand ist jedoch erforderlich, um die Frühfluktuationsrate zu senken und die neuen Beschäftigten an die Verwaltung zu binden (Liu et al., 2024, S. 82). Angesichts des hohen Aufwands und der Bedeutung liegt es nahe zu ergründen, ob Onboarding-Prozesse durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) wirksamer und vielleicht auch weniger aufwendig gestaltet werden können.

Ziel von KI-InnOMATIV

An dieser Stelle setzt das Projekt „KI-InnOMATiV – Künstliche Intelligenz für Inklusives Onboarding in Mixed-Ability-Teams in der Verwaltung“ an. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Personaleinführung in Verwaltungen sowie die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt nachhaltig zu stärken. Zu diesem Zweck wird ein barrierefreies, adaptives und KI-gestütztes Onboarding-Assistenzsystem entwickelt. Durch individuell ausgerichtete Onboarding-Prozesse sollen neue Beschäftigte – sowohl mit als auch ohne Behinderungen – besser unterstützt, frühzeitig integriert und langfristig an den Arbeitgeber gebunden werden.

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Verbundprojekt

Das Projekt wird im Rahmen von NEXT.IN.NRW aus Mitteln des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 für die Laufzeit von Januar 2026 bis Dezember 2028 gefördert. KI-InnoMATiV wird in einem interdisziplinären Verbund aus Wissenschaft und Wirtschaft umgesetzt und von der Hochschule Ruhr West koordiniert. Weitere Projektpartner sind die Technische Universität Dortmund, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die Unternehmen fabbrain Software GmbH und Adnexxus GmbH sowie die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW). Der Bewilligungsbescheid für die Projektmittel liegt seit Dezember 2025 vor. Voraussichtlich im Februar 2026 wird das Forschungsteam loslegen können.

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Rolle der HSPV NRW

Als Verbundpartnerin übernimmt die HSPV NRW unter meiner Leitung eine zentrale Rolle bei der systematischen Analyse bestehender Onboarding-Prozesse in Verwaltungen. Neben der Identifikation bestehender Herausforderungen werden die Anforderungen an inklusive, KI-gestützte Personaleinführungen untersucht und geeignete Anwendungsszenarien entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse der ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen des KI-Einsatzes. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen sowohl direkt in die technische Entwicklung des KI-Onboarding-Systems als auch in praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Fach- und Führungskräfte in Kommunalverwaltungen einfließen.

Haben Sie Interesse an KI-InnoMATIV? Möchten Sie sich ggf. mit Ihren Teams an den Feldstudien beteiligen? Dann treten Sie gerne in Kontakt mit mir (andreas.gourmelon@hspv-nrw.de)😊.

Herzlichst
Andreas Gourmelon

Quelle:

Liu, S., Watts, D., Feng, J., Wu, Y., & Yin, J. (2024). Unpacking the effects of socialization programs on newcomer retention: A meta-analytic review of field experiments. Psychological Bulletin, 150(1), 1–26.

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