Öffentlicher Gesundheitsdienst teilweise unterbesetzt

Jetzt bewerten!

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat im Juni 2018 im Rahmen ihrer Beschlüsse erneut auf die Dringlichkeit hingewiesen, mehr für die Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu tun, da es an dieser Stelle eine erhebliche Unterbesetzung gebe.

Gefordert werden tarifliche/besoldungsrechtliche Regelungen für angestellte Ärztinnen und Ärzte im ÖGD, die sich an die Vergütung für Ärzte in Krankenhäusern anlehnen.

 

Aus Sicht der GMK laufe der ÖGD Gefahr, an Leistungsfähigkeit einzubüßen, da nicht genügend Personal gefunden werde. Letztlich könne sich dies regional auf den Gesundheitsschutz der Bevölkerung auswirken, so die Befürchtung. Besonders im  Bereich des Infektionsschutzes, der Krankenhaushygiene und –überwachung sowie des Sozialpsychiatrischen Dienstes fehle es an Ärzten.

 

Die GMK sucht nun erneut das gemeinsame Gespräch mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). In der Geschäftsstelle der VKA war es bereits am 12. Juni 2018 zu einem Treffen mit den Staatssekretären aus dem Gesundheitsbereich Thüringen, Brandenburg und Berlin gekommen. Nochmals wiesen die Staatssekretäre auf die Dringlichkeit hin, die Gehaltssituation zu verbessern, um Stellen besetzen zu können. Sie argumentierten u. a. damit, dass es in Berlin beabsichtigt sei, für Ärzte im ÖGD übertariflich zu bezahlen. Dieser Beschluss war zeitgleich vom Berliner Senat gefasst worden.

 

Im Rahmen früherer Beschlüsse hatte die VKA bereits die Möglichkeit eingeräumt, in bestimmten Fällen eine Zulage zahlen zu können. Gleichwohl hat sie immer auch darauf hingewiesen, dass die Unterschiede zwischen den Arbeitsbedingungen der Ärzte des ÖGD und denjenigen an den kommunalen Krankenhäusern beachtet werden müssten.

 

Auch verweist die VKA auf die am 1. Januar 2017 in Kraft getretene neue Entgeltordnung für den Bereich der VKA.  Diese enthalte den unterschiedlichen Qualifizierungsniveaus entsprechende Wertebenen, anhand derer über alle Sparten hinweg eine Niveaubestimmung erfolgen kann. Nur so ist es bei der Vielzahl der Tätigkeiten innerhalb der VKA möglich, ein Gesamtgefüge ohne größere Verwerfungen zu erreichen.

 

Quelle: VKA Nachrichten September 2018

 

Bernhard Faber

Richter am Arbeitsgericht Augsburg a. D.

Mein Kommentar
Sie sind nicht eingeloggt
Bitte benachrichtigen Sie mich bei neuen Kommentaren.

Sicherheitskontrolle: Bitte rechnen Sie die Werte aus und tragen Sie das Ergebnis in das dafür vorgesehene Feld ein. *

0 Kommentare zu diesem Beitrag
Anmelden
 
Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Kostenlose Hotline: 0800-2183-333
Kontaktformular

Gerne können Sie auch unser Kontaktformular benutzen und wir melden uns bei Ihnen.

Kontaktformular
Beste Antworten. Mit den kostenlosen rehm Newslettern.
Jetzt aus zahlreichen Themen wählen und gratis abonnieren  

Kundenservice

  • +49 0800-2183-333
  • Montag - Donnerstag:    8-17 Uhr
  • Freitag:                           8-15 Uhr
  • Sie können uns auch über unser Kontaktformular Ihre Fragen und Anregungen mitteilen.

Verlag und Marken

Unsere Themen und Produkte

 

Service

 

Rechtliches

Zahlungsarten 

Rechnung Bankeinzug   MastercardVisa

PayPal Giropay Sofortüberweisung