Zu wenig Beamte – große Sicherheitslücken

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„München, 20. Januar 2010: Am Flughafen löst ein Laptop eines Passagiers fälschlicherweise Terroralarm aus. Zwar gibt es bald Entwarnung, doch: wie konnte das passieren? Wegen Personalmangel, sagt die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Sie sieht daher generell die Flughafen-Sicherheit in Gefahr. Das Bundesinnenministerium wies die Vorwürfe zurück.“

„München, 20. Januar 2010: Am Flughafen löst ein Laptop eines Passagiers fälschlicherweise Terroralarm aus. Zwar gibt es bald Entwarnung, doch: wie konnte das passieren? Wegen Personalmangel, sagt die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Sie sieht daher generell die Flughafen-Sicherheit in Gefahr. Das Bundesinnenministerium wies die Vorwürfe zurück.“1.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

nach einer von der Gewerkschaft der Polizei vorgelegten Studie ist:

 

  • jeder zweite Bundespolizist „ausgebrannt“;
  • jeder dritte verfügt über „keine ausreichenden körperlichen Kräfte“ mehr. 

 

Die GdP wies außerdem darauf hin, dass weitere 130 Planstellen im Jahr 2010 nach den Planungen des Dienstherrn (Bund) eingespart würden. Schon jetzt seien deutschlandweit über 1.300 Stellen nicht besetzt. Allein am Franz-Josef-Strauß-Flughafen in München übernähmen wechselnde Abordnungen aus ganz Deutschland mehr als 80 von 938 Stellen, sagte der für die Bundespolizei zuständige GdP-Vorsitzende Josef Scheuring in München.

 

Führt die zu große Zurückhaltung bei der Einstellung von Beamten auf Landesebene zu Milliardenverlusten (siehe dazu den Blog-Beitrag „Falsche Einstellungspolitik führt zu Milliardenverlust!“)wirkt sich die mangelhafte Personalentwicklungspolitik auf Bundesebene durch fehlende Beamte, mangelnde Flexibilität und hohe Belastungen von Bundespolizisten zunehmend auch auf die Sicherheit der Flugpassagiere aus.

 

Laut GdP-Chef Scheuring trägt neben einer „organisierten Unverantwortlichkeit“ insbesondere auch eine falsche Personalpolitik dazu bei, dass Bundespolizisten „wissentlich kaputt gemacht werden". Der Gewerkschaftsvertreter beklagte „eine vollkommen falsche Personalsteuerung“. Es sei eine „irre Situation“, dass Leute in Lübeck eingestellt würden und dann gesagt bekämen: „Wir brauchen dich am Münchner Flughafen“.

 

Scharfe Kritik übte der GDP-Vorsitzende insbesondere an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Nach der Panne in München habe dieser die Flugsicher­heit zur Chefsache erklärt, passiert sei aber nichts.

 

Es muss im Interesse der Sicherheit der Fluggäste dafür Sorge getragen  werden, dass diesen Vorwürfen weiter nachgegangen und gegebenenfalls schnellstmöglich Abhilfe geschaffen wird!

 

Übrigens: Die Gewerkschaft der Polizei wies auf eine weitere Besonderheit hin: Die Bundes­polizei sei die am schlechtesten bezahlte Polizei in Deutschland. 75 Prozent der Beamten seien im mittleren Dienst tätig, ein Drittel arbeite für ca. 1.700 Euro netto im Monat – Hartz IV lässt grüßen! 

 

 

Herzlich,
Ihr Dr. Maximilian Baßlsperger

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