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Berufswahlkriterien von Abiturienten

„Spaß bei der Arbeit“ und „sicherer Arbeitsplatz“ sind weiterhin die wichtigsten Berufswahlkriterien; öffentlicher Dienst ist für viele junge Menschen attraktiv

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Liebe Leserin, lieber Leser,

im Blog vom 29.6.2026 wurde Ihnen die Methodik und erste Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Berufswahlverhalten von Abiturienten´1  vorgestellt. In diesem Blog werden weitere Ergebnisse der Studie von Aylin Gerim2  erläutert. Zur Erinnerung: Befragt wurden vom März bis Mai 2026 307 Schüler´ in Nordrhein-Westfalen, die zum Zeitpunkt der Erhebung kurz vor den Abiturprüfungen standen. Diese wurden über private Kontakte sowie überwiegend über soziale Netzwerke zur Teilnahme an der anonymen Online-Befragung eingeladen. Die Stichprobe ist nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit der Abiturienten´ in NRW.
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Welche Kriterien sind für die Berufswahl wichtig?

Bedeutsam für die Entwicklung von Personalmarketing-Maßnahmen ist die Kenntnis, welche Kriterien den jungen Menschen bei der Wahl ihres zukünftigen Berufs von besonderer Bedeutung sind. Aus Tabelle 1 geht hervor, dass für die Befragten „Spaß bei der Arbeit“, „sicherer Arbeitsplatz“, „Gehalt“, „gute Arbeitsmarktchancen“ und „Weiterbildungsmöglichkeiten“ die fünf wichtigsten Kriterien für die Berufswahl sind.
 
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Tabelle 1: Berufswahlkriterien der befragten Abiturienten (n = 307).

Ein erster Vergleich mit den Daten aus 2018 (siehe Blog vom 16.7.2018) zeigt, dass weiterhin die Kriterien „Spaß bei der Arbeit“ und „sicherer Arbeitsplatz“ die wichtigsten Berufswahl-kriterien sind. Die Kriterien „Sinnhaftigkeit der Arbeit“ und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ haben etwas an Bedeutung verloren. 
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News Personalmanagement

Aktuell informiert.

Lesen Sie hier verschiedene Gastbeiträge zum Thema Personalmanagement im öffentlichen Dienst.

Wie attraktiv ist der öffentliche Dienst?

Der öffentliche Dienst wird von den Befragten mit folgenden Eigenschaften verbunden: Er gilt als „gesellschaftlich sinnvoll“ (Zustimmung von 93,8 % der Befragten), er bietet einen „sicheren Arbeitsplatz“ (92,1 %), er gilt als „bürokratisch“ (81,8 %) und bietet „geregelte Arbeitszeiten“ (79,5 %) und „gute Bezahlung“ (76,9 %). Auch Eigenschaften wie „familienfreundlich“ (73,7 %), „bürgerfreundlich“ (73,6 %), gute Karrierechancen (73,0 %) erzielen noch relativ hohe Zustimmungswerte. Als „innovativ“ (49,2 %) gilt der öffentliche Dienst eher nicht, überraschenderweise aber auch nicht als „langweilig“ (38,8 %). Interessant ist, dass nur 42,7 % der Befragten der Eigenschaft „flexible Arbeitszeiten“ zustimmen – hier scheint es eine Fehlwahrnehmung des öffentlichen Dienstes zu geben.
 
Weiterhin wurde erhoben, wie attraktiv die Befragten den öffentlichen Dienst als potenziellen Arbeitgeber einschätzen. Mehr als ein Drittel der Befragten (37,8 %) empfinden den öffentlichen Dienst als eher oder sehr attraktiv, 14,7 % nehmen ihn als eher oder sehr unattraktiv wahr, eine neutrale Attraktivität hat er für 47,6 % der Abiturienten´. Gefragt wurde zudem, ob sich die jungen Menschen grundsätzlich vorstellen können, im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Von den Abiturienten´ antworteten 45 % mit „ja“, 28 % mit „weiß ich nicht“ und 27 % mit „nein“.
Treier / Gourmelon / Seidel

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Grundlagen und Herausforderungen

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Ausblick

Das waren erste Ergebnisse aus der „Forschungswerkstatt“. Die Daten werden in naher Zukunft weiter analysiert. Insbesondere soll festgestellt werden, ob sich Teilgruppen von Abiturienten (z. B. Männer vs. Frauen, unterschiedlicher sozialer Hintergrund) im Hinblick auf ihr Berufswahlverhalten und der Wahrnehmung des öffentlichen Dienstes voneinander unterscheiden. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten!
 
Schöne Sommertage wünschen Ihnen …
 
Herzlichst
Andreas Gourmelon und Aylin Gerim

Quelle

Gerim, A. (2026). Berufswahlverhalten von Abiturientinnen und Abiturienten. Unveröffent-lichte Bachelorthesis. Gelsenkirchen: Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen.

 


Durch die Verwendung eines Apostrophs wird gekennzeichnet, dass mit dem Begriff Menschen jeglichen Geschlechts gemeint sind.
2 Alle nicht anderweitig gekennzeichneten Zitate stammen aus Gerim (2026).

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