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Karrierewege im öffentlichen Dienst: Ihre Erfahrung zählt

Für eine wissenschaftliche Studie werden Absolventinnen und Absolventen der Abschlussjahrgänge 1995 bis 2000 der damaligen FHöV NRW gesucht.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

wie entwickeln sich Karrieren im nichttechnischen Verwaltungsdienst über mehrere Jahrzehnte? Welche Bedingungen fördern berufliche Entwicklung – und welche können sie bremsen? Diesen Fragen geht Verena Wittsack in einem Promotionsvorhaben nach, das an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit Frau Professorin Dr. Katja Möhring von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg betreut wird.

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Wer kann teilnehmen?

Gesucht werden Absolventen und Absolventinnen, die ihr Studium für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst zwischen 1995 und 2000 an der damaligen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen – heute HSPV NRW – abgeschlossen und anschließend im öffentlichen Dienst gearbeitet haben. Mit rund 25 bis 30 Jahren Berufserfahrung ermöglicht diese Gruppe Einblicke, die eine aktuelle Personalstatistik nicht liefern kann.

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News Personalmanagement

Aktuell informiert.

Lesen Sie hier verschiedene Gastbeiträge zum Thema Personalmanagement im öffentlichen Dienst.

Warum komplette Karrierewege untersucht werden

Karrierestatistiken zeigen meist nur den heutigen Stand: die erreichte Besoldungsgruppe oder eine aktuelle Führungsfunktion. Hinter derselben Position können jedoch sehr unterschiedliche Wege liegen – ein kontinuierlicher Aufstieg, Behörden- oder Aufgabenwechsel, längere Phasen ohne Beförderung, Teilzeit und Unterbrechungen oder ein später Entwicklungsschub nach einer zusätzlichen Qualifikation.

Im Fragebogen werden deshalb die beruflichen Stationen seit dem Studienabschluss rekonstruiert. Für jede Station werden unter anderem Zeitraum, Besoldungsgruppe, Führungsverantwortung, Arbeitszeitumfang, Behörde und Aufgabenbereich erfasst. Auch Elternzeit, Pflegephasen und andere Unterbrechungen werden berücksichtigt. Eine automatisch erzeugte Übersicht erleichtert anschließend die Kontrolle der Angaben.

Grafik Beispiel Laufbahnunterbrechung

Abbildung: Beispiel einer stationsweise erfassten Laufbahn mit Unterbrechung, wie sie im Online-Fragebogen dargestellt wird (fiktive Daten).

Mithilfe von Sequenz- und Clusteranalysen werden ähnliche Laufbahnen anschließend zu typischen Verlaufsmustern zusammengefasst. Damit wird nicht nur sichtbar, wo jemand heute steht, sondern auch, auf welchem Weg diese Position erreicht wurde.

Treier / Gourmelon / Seidel

Personalmanagement im öffentlichen Sektor

Grundlagen und Herausforderungen

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Personalmanagement im öffentlichen Sektor

Worum geht es inhaltlich?

Untersucht wird, welche individuellen, sozialen und organisationalen Faktoren mit unterschiedlichen Karriereverläufen zusammenhängen. Dazu zählen Masterabschlüsse und modulare Qualifikationen, Fortbildungen, Abschlussnoten und dienstliche Beurteilungen ebenso wie die Unterstützung durch Vorgesetzte und den Arbeitgeber. Von Interesse ist dabei nicht allein, ob Weiterbildungen absolviert wurden, sondern ob sie später neue Aufgaben, Beförderungen oder Führungsverantwortung ermöglicht haben.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Bedingungen, unter denen sich die Laufbahnen von Frauen und Männern entwickeln. Betrachtet werden unter anderem Teilzeit, familien- oder pflegebedingte Unterbrechungen, Sorgeverantwortung sowie mögliche Unterschiede bei Fortbildungs- und Entwicklungschancen. Für belastbare Vergleiche ist deshalb eine breite Beteiligung von Frauen und Männern wichtig.

Beruflicher Erfolg wird sowohl objektiv – etwa anhand von Besoldung, Beförderungen und Führungsverantwortung – als auch aus Sicht der Befragten betrachtet. Wie zufrieden sind sie mit ihrer Entwicklung, und deckt sich diese Einschätzung mit den formalen Karriereschritten? Ein Vergleich mit einer Untersuchung aus dem Jahr 1997 soll zudem zeigen, welche Strukturen sich verändert haben und welche über Jahrzehnte stabil geblieben sind.

So läuft die Teilnahme ab

Die Befragung erfolgt bis zum 30. November 2026. Je nach Zahl der beruflichen Stationen dauert die Bearbeitung etwa 25 bis 35 Minuten. Sie kann unterbrochen und später fortgesetzt werden. Hilfreich ist es, den eigenen Lebenslauf, Ernennungsurkunden oder dienstliche Beurteilungen griffbereit zu halten.

Die Befragung wird über die in Deutschland gehostete Plattform SoSci Survey durchgeführt. Name, Dienstadresse und Personalnummer werden nicht erhoben; die IP-Adresse wird nicht gespeichert. Die Auswertung erfolgt ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken und nur für ausreichend große Gruppen. Einzelne Personen, Behörden oder konkrete Personalentscheidungen werden nicht bewertet.

Jetzt an der Befragung teilnehmen

www.soscisurvey.de/karrierewege-oeD/

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Bitte unterstützen Sie die Studie

Wenn Sie zur Zielgruppe gehören, nehmen Sie bitte teil – unabhängig davon, wie geradlinig oder wechselhaft Ihr beruflicher Weg verlaufen ist. Kennen Sie ehemalige Kommilitoninnen oder Kommilitonen aus diesen Abschlussjahrgängen, teilen Sie den Aufruf bitte über persönliche Kontakte, Alumni-Netzwerke, Behördenverteiler oder soziale Medien. Auch Personalstellen, Gleichstellungsbeauftragte, Berufsverbände, Gewerkschaften und andere Verwaltungsnetzwerke können den Befragungslink gezielt weitergeben. Jede weitere Teilnahme verbessert die Datengrundlage.

Über erste Ergebnisse und die identifizierten Verlaufsmuster werden wir zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Blog berichten.

Herzliche Grüße
Andreas Gourmelon und Verena Wittsack

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