Am 6. Mai 2026 findet in Gelsenkirchen ein Symposium zur Thematik „Personalmanagement in neuen Zeiten“ statt. (>Flyer zum Download)
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Planung und Organisation des Symposiums für Personalmanagement im öffentlichen Sektor beginnt regelmäßig rund ein Jahr von dem Veranstaltungstermin. Nun sind es bis zum 6. Mai 2026 nur noch wenige Wochen und es ist festzustellen, dass bislang die Vorbereitungen gut geklappt haben. So haben die Referentinnen und Referenten ihre Beiträge für den Tagungsband bereits verschriftlicht. Das Lektorat konnte abgeschlossen werden, das Werk befindet sich derzeit im Druck beim HJR-Verlag. Das Veranstaltungsmanagement der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung sowie das Studieninstitut Ruhr sind bereit, die Teilnehmenden sowie die Referierenden des Symposiums zu empfangen und zu bewirten.
Ich freue mich, alsbald interessante Beiträge zu hören, wie das Personalmanagement des öffentlichen Sektors auf die Herausforderungen neuer Zeiten reagieren kann und sollte. Ein kleiner, unverbindlicher Einblick in die Beiträge sei Ihnen hier schon gewährt :-)

Beste Antworten.
Newsletter Personalmanagement
Erhalten Sie regelmäßig Fachinformationen für Personaler und Führungskräfte zu den Themen Führung, Verwaltungs- und Unternehmenskultur sowie Verbesserung von Arbeitsabläufen.
Prof. Dr. Gudrun Quenzel von der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg stellt ausgewählte Ergebnisse der Shell Jugendstudie 2024 vor. Sie beschreibt, welche Erwartungen Jugendliche angesichts der vielfältigen Krisen an ihren zukünftigen Beruf haben. Zudem unterscheidet Quenzel im Hinblick auf die Berufsorientierung unterschiedliche Gruppen von Jugendlichen. Die von Quenzel vorgestellten Daten bieten eine gute Grundlage, zukünftig wirksam, um junge Nachwuchskräfte werben zu können.
Interviews sind und bleiben wohl die Eckpfeiler der Eignungsdiagnostik. Prof. Dr. Martin Kersting von der Universität in Gießen erläutert kritisch den Gesichtspunkt der Strukturierung von Interviews; er beschreibt die STAR+ R Technik, mit der eine Balance zwischen Strukturierung und Offenheit unterstützt werden kann. Zudem reflektiert Kersting die Nutzung Künstlicher Intelligenz bei der Konzeption, Durchführung und Auswertung von Interviews.

News Personalmanagement
Aktuell informiert.
Lesen Sie hier verschiedene Gastbeiträge zum Thema Personalmanagement im öffentlichen Dienst.
Sabrina Donner von der Kreisverwaltung Lüchow-Dannenberg hat als Stabstellenleiterin Digitalisierung vielfältige Erfahrungen mit der Einführung von KI-Systemen erworben. In ihrem Beitrag beschreibt sie, welche Ziele mit dem Einsatz dieser Systeme verbunden sind, wie die Einführungsprozesse gestaltet sind und wie die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung Lüchow-Dannenberg den Einsatz der Systeme erleben. Schließlich gibt Donner Empfehlungen für die Einführung von KI-Systemen.
Claudia Middendorf ist Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, Pascal Wirth leitet das Büro der Beauftragten. Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen steht die Frage, wie Menschen mit Behinderungen in eine hoch digitalisierte Arbeitswelt integriert werden können. Middendorf und Wirth beschreiben die Chancen und Risiken der Digitalisierung für Menschen mit Behinderungen und geben der Praxis des Personalmanagements vielfältige Handlungsempfehlungen.
Die Digitalisierung verändert die Arbeitsprozesse und Tätigkeiten in der öffentlichen Verwaltung. Dies hat Auswirkungen auf die beruflichen Anforderungen und die zu deren Bewältigung erforderlichen Kompetenzen der Beschäftigten. Prof. Dr. Götz Fellrath von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen beschreibt sehr detailliert, mit welchen konkreten technischen Anforderungen die Nachwuchskräfte der Kommunalverwaltungen zurechtkommen müssen und welche Kompetenzen hierfür erforderlich sind.
Maresa Feldmann ist Leiterin des Gleichstellungsbüros der Stadt Dortmund. Gleichstellungspolitik wird von ihr als Querschnittsaufgabe des Personalmanagements sowie als „demokratische Infrastruktur“ verstanden. Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Integrität des öffentlichen Dienstes seien dabei auch von der erfolgreichen Bewältigung dieser Aufgabe abhängig. Feldmann reflektiert in ihrem Beitrag die aktuelle Gleichstellungspolitik kritisch. Weiterhin leitet die Autorin unter Bezugnahme auf die gesellschaftliche Polarisierung und technologische Beschleunigung neue Problemfelder für die Gleichstellungspolitik ab.
Sven Brüggenhorst kann auf eine langjährige Verwaltungspraxis zurückblicken, während der er sich immer wieder mit dem Personalmanagement im öffentlichen Sektor ausgiebig auseinandersetzen konnte. Derzeit verantwortet Brüggenhorst das Dezernat Schulen, Bildung und Gesundheit bei der Kreisverwaltung Unna. In seinem Beitrag analysiert er das Tarif- und Beamtenrecht und prüft, ob die hierdurch eröffneten Karrierepfade noch den veränderten Anforderungen in neuen Zeiten entsprechen. Im Beitrag finden sich zudem Analysen zu den Handlungsmöglichkeiten des Personalmanagements im öffentlichen Sektor des Vereinigten Königreichs, Kanadas und Australiens. Praxisbezogene Handlungsempfehlungen runden seinen Beitrag ab.
Die Perspektive der Privatwirtschaft bringen Dr. Thymian Bussemer, Felicitas Margret Behler und Lara Di Martino (MBA/M.Sc.) in das Symposium ein; sie sind im Personalmanagement der Volkswagen AG tätig. In ihrem Beitrag beschreiben sie die grundlegenden Umbrüche, die derzeit in der Industrie Deutschlands stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen für das Personalmanagement: Wie soll es auf die tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitswelt sowie geänderte Erwartungen der Beschäftigten reagieren?
In Umbruchzeiten gewinnen die Haltung und die werteorientierte Führung der Beschäftigten an Bedeutung. Von Führungskräften im öffentlichen Sektor wird erwartet, dass sie im Behördenalltag die handlungsleitenden Werte der Bundesrepublik Deutschland durch ihr Handeln demonstrieren und realisieren. Prof. Dr. Jürgen Weibler von der FernUniversität in Hagen trägt einen Beitrag zu dieser Thematik bei. Unter anderem stellt der Autor verschiedene Ansätze werteorientierter Führung dar.
Das 19. Symposium wird gemeinsam durch die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (Institut für Personal und Management) und dem Studieninstitut Ruhr veranstaltet. Es findet am 6. Mai 2026, 9:00–16.30 Uhr, in Gelsenkirchen, Haidekamp 73, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 180,– Euro.
Nähere Informationen erhalten Sie von Lisa Schürkens vom Studieninstitut Ruhr (schuerkens@studieninstitut-ruhr.de). Anmeldungen sind möglich über https://studo.digistadtdo.de/Caruso/SiRu/details.jsp?VER_ID=11856.
Vielleicht kann ich Sie am 6. Mai in Gelsenkirchen begrüßen?
Herzlichst
Ihr Andreas Gourmelon
