Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat im Bundesumweltministerium die Gewinner des Papieratlas 2026 ausgezeichnet: Die Preisverleihung erfolgte am 6. Oktober 2026 in Berlin und wurde durch Bundesumweltminister Carsten Schneider mit einem Grußwort eröffnet.
Am 2. Februar 2026 startete der Papieratlas in eine neue Runde: Mit drei Wettbewerben suchten die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und ihre Partner Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Umweltbundesamt (UBA), Deutscher Städtetag (DST), Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB), Deutscher Landkreistag (DLT) und Deutscher Hochschulverband (DHV) wieder die Städte, Landkreise und Hochschulen mit den höchsten Recyclingpapierquoten.
Die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) hat gemeinsam mit dem BMUKN erstmals einen Sonderpreis für Unternehmen ins Leben gerufen, um vorbildliches Engagement für eine nachhaltige Papierbeschaffung zu würdigen. Der in diesem Jahr erstmals vergebene neue Preis zeichnet Unternehmen aus, die durch ihr vorbildliches Engagement mit Blick auf den Einsatz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel einen aktiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten. Denn gerade in der Wirtschaft liegt noch erhebliches Potenzial.
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Die IPR hat den Preis in zwei Kategorien verliehen: Als „Recyclingpapier-Champion 2026“ wurde langjähriges Engagement gewürdigt, das zeigt, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftliches Handeln gut zusammenpassen. Der Preis für den „Umsteller des Jahres 2026“ würdigt eine entschlossene, kürzlich erfolgte Umstellung auf Recyclingpapier.
Preisträger sind eine Druckerei als „Recyclingpapier-Champion“, die seit 1998 konsequent auf den Blauen Engel setzt, sowie ein Elektrogroßhändler als „Umsteller des Jahres“, der im vergangenen Jahr den gesamten Bezug an Büropapier, Lieferscheinen und Ausdrucken auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel umgestellt hat.

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Um das Engagement für eine nachhaltige Papierbeschaffung auf kommunaler Ebene weiter zu fördern und zu würdigen, öffnete die IPR den Papieratlas – wie bereits im Vorjahr – auch für kleine Mittelstädte ab 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Alle
- Groß- und Mittelstädte,
- Landkreise, sowie
- Hochschulen ab 1.000 Studierenden
waren eingeladen, ihre Daten zum Papierverbrauch und zur Verwendung von mit dem „Blauen Engel“ zertifizierten Recyclingpapier bei der Initiative Pro Recyclingpapier einzureichen. Der Papieratlas würdigt dieses Engagement und macht die Einspareffekte bei Wasser, Energie und CO2-Emissionen transparent.
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Der Papieratlas 2026 bildet den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten von 269 Teilnehmern (Städte, Landkreise und Hochschulen) ab. Er fördert seit 19 Jahren nachhaltiges Handeln am Beispiel von Recyclingpapier und motiviert jedes Jahr mehr Kommunen und Hochschulen zur Umstellung auf Papier mit dem Blauen Engel.
Mit dem Wettbewerb sucht die IPR gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Landkreistag sowie dem Deutschen Hochschulverband jedes Jahr die recyclingpapierfreundlichsten Städte, Landkreise und Hochschulen Deutschlands.
Die Beschaffung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ist ein Paradebeispiel für nachhaltiges Handeln: Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart es durchschnittlich 78 Prozent Wasser und 68 Prozent Energie, verursacht 15 Prozent weniger CO2-Emissionen und trägt darüber hinaus zum Schutz von Wäldern und Biodiversität bei. Der Papieratlas zeigt diese Effekte für alle teilnehmenden Kommunen und Hochschulen und würdigt ihren konkreten Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz (IPR, Pressemitteilung vom 2.2.2026).
Auf der Grundlage der Datenerhebung zum Papieratlas 2026 hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
-
Seit 2000 hat sich der Marktanteil von Büropapier mit dem Blauen Engel in Deutschland von 7 auf 18 Prozent mehr als verdoppelt.
-
Der von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und ihren Partnern veröffentlichte Papieratlas erreicht eine neue Rekordbeteiligung von 269 Kommunen und Hochschulen mit hohen Recyclingpapierquoten.
-
Die am Städtewettbewerb teilnehmenden 114 Groß- und Mittelstädte nutzen durchschnittlich 91 Prozent mit dem „Blauen-Engel“ zertifiziertes Recyclingpapier.
-
Die durchschnittliche Recyclingpapierquote der 94 teilnehmenden Landkreise hat mit 86 Prozent die Ergebnisse der Vorjahre überschritten.
-
Die teilnehmenden 61 Hochschulen steigerten ihr Ergebnis auf 76 Prozent.
Gemeinsam bewirkten die Teilnehmenden damit in nur einem Jahr eine Einsparung von 134 Gigawattstunden Energie, mehr als 595 Millionen Liter Wasser und über 2.370 Tonnen CO2-Äquivalenten.
Einsparung im Einzelnen:
|
|
Städte |
Landkreise |
Hochschulen |
|
Wasser, Liter |
487.376.073 |
83.281.934 |
25.017.442 |
|
Energie, kWh |
109.961.503 |
18.790.021 |
5.644.420 |
|
CO2-Äquivalente, kg |
1.960.452 |
316.961 |
95.213 |
|
Holz, kg |
26.815.021 |
4.582.102 |
1.376.438 |
„Mehr als 595 Millionen Liter eingespartes Wasser in nur einem Jahr – nach einem heißen und vielerorts trockenen Sommer ist das ein starkes Signal“, betont Marc Gebauer, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier. „Städte, Kommunen und Hochschulen zeigen, wie wirkungsvoll nachhaltige Beschaffung sein kann. Jetzt gelte es, Recyclingpapier mit dem Blauen Engel flächendeckend zum Standard zu machen.“
In den drei Wettbewerben setzten sich die Städte Bremerhaven und Tübingen, der Kreis Dithmarschen und die Universität Hohenheim durch. „Aufsteiger des Jahres“ sind die Stadt Euskirchen, der Landkreis Stade und die Universität Düsseldorf. Sonderauszeichnungen als „Mehrfachsieger“ für langjähriges Engagement gehen an die Städte Nürnberg und Solingen, den Unstrut-Hainich-Kreis sowie die Universität Vechta.
Weitergehende Informationen:
- IPR-Pressemitteilung vom 20.5.2026
- Pressemitteilung vom 6. Oktober 2026
- IPR; Papieratlas 2026 Landkreise
- IPR; Papieratlas 2026 Städte
- IPR; Papieratlas 2026 Hochschulen
Verfasser: Rudolf Ley / Dietmar Altus